Lesben-Luder, wohin man blickt
Verbotene Liebe, zum Vierten:
Carla & Anke & Vanessa
von LeMeep
Mein Image, dein Image
In Kürze: Bei ihrem Unternehmen Anke loszuwerden bekommt Vanessa unverhofft einen "guten" Rat.
In der Holding will Carla Sylvia rausschmeißen, aber die würgt ihr noch ein paar Nettigkeiten rein, bevor sie sich mit der Warnung, Carla solle nicht so arrogant werden wie Süffisansgar, doch noch verabschiedet.
Später geht Vanessa für Carla ans Telefon: es ist Nathalie, spontan wiedergefundene beste gräfliche Freundin. Anstatt nur durchzustellen, lauscht die verzogene Göre und erfährt, dass Sylvia mehr oder minder Carla mit Anke in der Holding erwischt hat. Wenig später kommt Carla in das Zimmer, in dem Vanessa so tut als wäre sie beschäftigt. Sie möchte ihre proforma Stiefmutter vor Sylvia Jones warnen, gibt aber dadurch nur zu erkennen, dass sie gelauscht hat. Carla verbittet sich Vanessas Kommentare und wir erleben den Anfang einer "Du gefährdest das Ansehen meines Vaters"-Debatte, Auflage 128. Davon genauso angenervt wie wir, lässt Carla Vanessa einfach stehen.
Vanessa rauscht in die einzige Kneipe in Köln/Düsseldorf, das No Limits, und setzt sich zu Anke an einen Tisch - offensichtlich waren sie verabredet. Nach dem üblichen Geplänkel, bei dem Anke wie immer darauf besteht, dass Vanessa Sehnsucht nach ihr hatte, kündigt Vanessa eisigen Blickes an, dass Anke von Carla die Finger lassen soll wenn sie nicht dem Ansehen der Holding schaden möchte. Als ob Anke das irgendwie kümmern würde... Anke lacht sie aus und meint, dass sich weder sie noch Carla von Vanessas Kinderkram beeindrucken ließen. Etwas ernsthafter als vorher warnt Vanessa sie vor Süffisansgar, dem sie ganz zutreffend eine recyclete Intrige unterstellt, doch Anke wirft Vanessa im Gegenzug vor, sie sei nur um ihren luxuriösen Lebensstandard auf dem Schloss besorgt. Und als Sahnehäubchen bietet sie ihr auch eine Lösung ihres Problems an: falls Vanessa Carlas Geliebte wird, wäre ihre Position auf dem Schloss gesichert. Vanessa sieht tatsächlich so aus, als würde sie darüber nachdenken... oder Inez Björg-David überlegt sich einen guten Grund, bei VL auszusteigen.
Sind wir nicht alle ein bisschen lesbisch?
In Kürze: Vanessa hat die Idee des Jahrhunderts und plant von nun an, an Carlas lesbische Instinkte zu appelieren.
Im No Limits oder, was Vanessa sich hinter die Ohren schreiben sollte, Off Limits: angestachelt von Ankes brillantem Vorschlag versucht Vanessa gleich mal ihre Verführungskünste spielen zu lassen und setzt einen waschechten Schlafzimmerblick auf. Das veranlasst Anke dazu, Vanessa ihre Nummer zu geben mit der Einladung, sie anzurufen, falls sie ihre "erotischen Fantasien" ausleben möchte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Anmache jemals funktioniert hat! Als sie sich verabschiedet, fährt sie Vanessa zärtlich über die Wange, was eine verblüffte Jana von der Bar aus beobachtet. Derweil zerreißt Vanessa seelenruhig die Karte mit Ankes Telefonnummer und lächelt seltsam befriedigt.
Jana wird auch gleich das erste Opfer von Vanessas neuentdecktem lesbischen Alter Ego als sie sich wenig später zu ihr gesellt, um sie wegen der fremden Frau auszuquetschen. Vanessa behauptet, sie von der Uni her zu kennen und verdreht Janas Kompliment über ihr Aussehen so dermaßen, dass ihre Freundin sich schließlich mit leicht panischem Blick zentimeterweise von ihr entfernt. Lachend versichter ihr Vanessa, sie nicht angemacht zu haben, aber Jana flüchtet trotzdem lieber hinter die sichere Bar. Sich ihrer Ausstrahlung voll bewusst, lächelt Vanessa zufrieden in sich hinein. Und dann dämmert es ihr, dass sie die Masche eigentlich auch mal bei Carla versuchen könnte... Projekt "Wie verführe ich meine Stiefmutter" kann beginnen!
Bei ihrer Heimkehr konfrontiert Carla Vanessa mit dem, was Anke ihr brühwarm weitererzählt hat (obwohl sie anscheinend gewisse pikante Vorschläge verschwiegen hat - soviel zu "Anke mag keine Heimlichkeiten"!) und stößt sie absichtlich vor den Kopf. Vanessa versucht zu retten, was zu retten ist und behauptet, sie täte das alles nur, weil sie sich Sorgen um ihre Stiefmutter machen würde. Und dieses eine Mal sieht es sogar fast echt aus.
Das allerdings hindert Vanessa nicht daran, einmal begonnene Gedankengänge bis zum bitteren Ende zu führen, denn als später am Abend Carla nach einem anstrengenden Tag im Büro nach Hause kommt, erwartet sie eine nur mit einem Handtuch bekleidete Vanessa, die sanfte Musik auflegt. Carla ignoriert das Ambiente großzügig, genauso wie eine plötzlich splitternackte Vanessa, die "zufällig" ihr Handtuch fallen lässt: "Huch, wie dumm von mir!" Ihr eine gute Nacht wünschend, rauscht Carla an ihr vorbei, und Vanessa bleibt nichts anderes übrig, als ihre Blöße wieder zu bedecken. Das lief nicht wirklich nach Plan...
Platzhirschkühe
In Kürze: Weder Anke noch Vanessa sind bereit, einfach so das Feld zu räumen. Doch Carla nimmt ihnen die Entscheidung ab.
Vanessa zeigt ihre übliche gute Seite gegenüber dem Personal und bellt gerade ein Dienstmädchen an, als Anke zur Tür hereingeschlendert kommt. Sie lässt sich elegant aufs Sofa gleiten und Vanessa stellt mit einem genervten Seitenblick klar, dass Carla nicht da ist. "Ich kann warten", meinte Anke nonchalant, doch Vanessa verunsichert sie etwas, als sie meint, "der Eklat" würde Carla sowieso mehr beschäftigen. "Der Eklat", wie sich herausstellt, war die berühmte DVD von Carlas & Ankes Liebesspiel von vor wer weiß noch wie vielen Wochen, die bei einer Konferenz der Holding aufgetaucht ist. Anke findet es nicht gerade prickelnd, dass ihr Sexleben so öffentlich gemacht wird, und noch weniger prickelnd findet sie es, dass Vanessa ihr die Schuld an allem gibt. Carla trägt auch nicht gerade zu ihrer guten Laune bei als sie es ablehnt, ihren Verdachtsmomenten nachzugehen. Da ergreift Vanessa die Chance, Carla an ihr Abkommen zu erinnern, doch anscheinend hat die Stiefmutter das ein bisschen anders in Erinnerung als die Stieftochter: "Du wolltest dich aus meinem Privatleben heraushalten!" Da Vanessa kurz zuvor lauthals darauf bestanden hat, Anke vor die Tür zu setzen, ist die Abmachung jetzt wohl null und nichtig. Vanessa schmollt.
Aber nicht lange, denn ihre goldene Mähne um sich schmeißend schreitet sie später ins Badezimmer, nur um dort eine badende Anke vorzufinden (muss die Frau denn nie arbeiten? Wieso kann sie den ganzen Tag auf dem Schloss rumhängen?). Beide sind nicht gerade freudig überrascht und versuchen sich gegenseitig rauszuekeln. Schließlich stellt sich Vanessa entschlossen neben die Badewanne und erklärt Carlas Geliebter, dass sie nicht vorhat, ihr einfach dabei zuzusehen, wie sie sich hier einnistet. Anke hat keine Lust mehr auf Vanessas Leier und entscheidet sich lieber dafür, aus der Wanne aufzustehen. "Reichst du mir bitte mal das Handtuch?" fragt sie scheinheilig eine verlegene Vanessa, die überallhin nur nicht nach vorne schaut.
Abends möchte sich Carla mit Anke entspannen, als Vanessa ins Zimmer schlendert und unschuldig fragt, "Ich störe doch nicht etwa?" Tut sie natürlich, aber da alle zu höflich sind, das Gegenteil zu behaupten, pflanzt sie sich auf das Sofa neben das glückliche Pärchen und liest demonstrativ eine Zeitschrift. Ankes bohrende Fragen genauso wie Carlas vergebliche Versuche, eine Unterhaltung zu führen, perlen an ihr ab. Schlussendlich hat Anke endgültig genug von ihren Differenzen und macht Vanessa ein Friedensangebot. "Ich such mir meine Freunde immer noch selbst aus", eist Vanessa mit einem falschen Lächeln zurück. Carla und Anke tauschen Blicke - was jetzt?
Der Familienabend entwickelt sich immer besser, als den beiden Frauen nichts mehr anderes übrig bleibt, als sich an ihre Weingläser zu klammern und zu hoffen, dass Vanessa irgendwann doch mal gehen MUSS. Als hätte sie ihren Wunsch erhört, verabschiedet sich Carlas unfreiwilliges Anhängsel mit einem fröhlichen "Schönen Abend noch - und lasst euch nicht wieder filmen." Zumindest nicht, wenn ihr wieder diese schreckliche Musik dabei hört, die uns dann wochenlang verfolgt. Doch Carlas Erleichterung ist nicht von langer Dauer, denn spontan entscheidet sich Anke, ebenfalls nach Hause zu gehen. Carla verspricht ihr, noch mal mit Vanessa zu reden.
Das tut sie auch, und zwar später als Vanessa wieder hereinspaziert und heuchlerisch meint, wie schade es doch wäre, dass Anke nicht mehr da sei. Carla kocht und zieht die Erziehungsberechtigungskarte: "Ich glaube, es ist das beste, wenn du ausziehst." Da kann Vanessa nur noch überrascht die Augenbrauen heben.
Die Wiederauferstehung von Culture Club
In Kürze: Vanessa holt Hanna zurück aus dem Grab, um Carla abzutörnen.
Entsetzt über Carlas Vorschlag versucht es Vanessa mit einer tränenreichen Mitleidsnummer. Wie Carla ganz richtig beobachtet, ist ihre Ehe mit BadBernd sowieso nur noch ein Witz nach dem Skandal mit der DVD (ganz abgesehen davon, was ist so ungewöhnlich daran, wenn die 19-jährige Stieftochter in eine eigene Wohnung zieht?), also kann Vanessa genauso gut unter einem anderen Dach wohnen. Sie lässt von Vanessa Hundeblick nicht erweichen: "Du ziehst aus, sobald du was neues gefunden hast."
In einer, wage ich es zu sagen, sogar relativ amüsanten Szene fragt unsere Schlossgöre DuLL um juristischen Rat, um die Lücken zu schließen, die sie in Anbetracht ihres nur sehr sporadisch betriebenen Jurastudiums wohl hat. DuLL sagt ihr klipp und klar, dass Carla im Recht ist, gibt aber vollkommen ahnungslos Vanessa einen Tipp: für ihn benützt Carla Anke nur, um über ihre große Liebe Hanna hinwegzukommen. Vanessas Geistesblitz könnte Kathedralen erhellen (© Die Ärzte).
Anke und Carla unterhalten sich gerade über ihren Problemteenager, als dieser reumütig angeschlichen kommt und sich mit mehr als einer Krokodilsträne im Auge bei beiden entschuldigt. Das nützt sie, um endlos über Hanna und deren Tod zu schwafeln, was Carla doch etwas zu treffen scheint. Man sieht förmlich, wie Vanessa dem kleinen Teufelchen auf ihrer Schulter gratuliert - ihr Plan scheint aufzugehen.
Dafür fehlen ihr allerdings noch ein paar Accessoires, die sie aus einer Schachtel unter Carlas Bett klaut. Dabei ist auch eine CD auf die bestimmt nicht Hanna "Unser Song" geschrieben hat. Und wir wissen ja wohl alle, was das heißt - back to the 80s! Leider nicht back to Kajagoogoo... Nie wieder werden wir Carla "Hush hush, eye to eye" singen hören! Vanessa nickt zufrieden als mal wieder, und wahrscheinlich jetzt öfter, die ersten Takte von "Do you really want to hurt me" von Culture Club ertönen.
Carla schwelgt derweil in Erinnerungen an Hanna und zählt jede einzelne dümmliche Episode auf, von ihrem Auftritt als Mann bis hin zum tragischen Treppensturz, der zum Niedergang der großen Liebe ihres Lebens führte - seltsamerweise erwähnt sie die unglaubwürdigste aller Todesarten, nämlich Tod durch Vorahnung, nicht (wahrscheinlich kam sie im Nachhinein selbst den VL-Autoren zu dümmlich vor). Anke bleibt total gelassen, obwohl Carla gerade den unverzeihlichen Faux-Pas begeht, von einer Ex zu schwärmen, und meint nur: "Es klingt, als hättet ihr viel Spaß miteinander gehabt." Oh ja, tonnenweise.
Während Andi und Coco versuchen den Club zu dekorieren, rauscht Vanessa herein und leiht sich besagtes Lied von DJane Coco. Ihre Begründung: "Das ist genau das richtige, um zuhause ein bisschen die Stimmung aufzuheitern." Oder eine Beziehung zu zerstören, je nachdem.
Vanessa springt blitzschnell von der Schlafzimmertür Carlas weg, an der sie gerade gelauscht hat und Carla kommt noch etwas verpennt herausgetreten. Zuckersüß fragt Vanessa, ob es in Ordnung ginge, wenn sie etwas Musik hören würde, wogegen Carla - noch - nichts hat. Sofort schnappt sich Vanessa die Fernbedienung und zappt sich durch zu "DYRWTHM", ein Ohr in Richtung Carlas Schlafzimmer gedreht.
Die Reaktion lässt nicht lange auf sich warten, denn Carla hat in Ankes Armen ein Sepia-Flashback - oh, wie haben wir sie vermisst!
Hannas Blick wandert ängstlich und neugierig zugleich über Carlas Gesicht. Die streicht ihr sanft über die Wange.
Carla: Du hast Ruß an der Wange, vom Speicher.
Hanna: Ach so.
Wieder zurück in der Gegenwart hat Carla überhaupt keine Lust mehr auf Anke, die sich wutentbrannt irgendein Kleidungsstück überstreift, um eine unschuldig dreinblickende Vanessa anzufahren: "Was ziehst du da eigentlich für eine Nummer ab?" - "Wieso?" fragt Vanessa scheinheilig zurück. "Gefällt dir die Musik nicht?" Und sie wippt weiterhin fröhlich mit den Beats.