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DykesVision / TV-Serien / Verbotene Liebe / Nina & Erika

von Ivanova

Arno und die Kinder

Verbotene Liebe, die Erste:
Nina & Erika


Erika Sander (Raphaela Dell), attraktive Chefin einer Werbeagentur, war die Lebensabschnittsgefährtin von Arno Brandner, dem rheinischen Urgestein der Verbotenen Welt. Die Enddreißigerin war die Mutter zweier Töchter, Steffi (Anfang 20) und Milli (17). Soweit wir wissen, hatte die Hete noch nie zuvor romantische Gefühle für eine andere Frau entwickelt.

Durch die zahlreichen jungen Leute, die in der BranSan-Kommune ein und aus gingen, lernte sie die charmante Nina Ryan (Freya Trampert) kennen. Die bekennende Lesbe war ein Mitbringsel aus dem Urlaub und gleich ziemlich hingerissen von der patenten Agenturchefin. Spätestens als diese mutig einen fiesen Handtaschendieb in die Flucht schlug, war es um Nina geschehen.

Natürlich machte sie sich keine großen Hoffnungen, daß sie von Erika jemals mehr als die Freundschaft erhalten würde, die sich rasch anbahnte, und beschloß daher tapfer, vernünftig zu sein und sich von ihr fernzuhalten. Und natürlich schlug sie diesen Vorsatz bei nächster Gelegenheit in den Wind. Diese ergab sich, als Erika ihr einen Job in der Agentur anbot.

Ihre Gefühle für die ahnungslose Erika begann sie alsbald zu sublimieren, indem sie den Kummerkasten für zahlreiche BewohnerInnen des VL-Kontinuums spielte. Abgesehen von einer kurzen Eiszeit wegen eines vermeintlichen Vertrauensbruchs intensivierte sich die Frauenfreundschaft stetig. Der nichtsahnende Arno schlug vor, daß Nina in den BranSan-Haushalt Einzug halte. Erika war begeistert, und Nina vergaß spontan sämtliche Bedenken. Jemand mußte ihr erzählt haben, daß sie als Lesbe natürlich die Hete anzugraben hatte. Als Nina dann ein Wochenende auf einer Wellnessfarm gewann, lud sie selbstredend Erika dazu ein.

Nach dem geraubten Kuß

Gut, daß sie drüber geredet haben

Zu beider Verwunderung sollten sie im Doppelzimmer nächtigen. In einem Bett! Nina, schon durch einen gemeinsamen Saunabesuch am Ende ihrer Selbstbeherrschung, lag hellwach neben der schlafenden Angebeteten und hielt sich an ihrem Kissen fest, was aber nichts nützte: Sie küßte das Objekt ihrer Begierde. Das erwachte und stellte die drehbuchklassische Frage: "Was soll das?" (Diese Szene muß auch die Listra-AutorInnen begeistert haben.) Nina gestand ihre Liebe, versicherte aber tapfer, daß sie schon damit klarkommen würde. Erika bekundete natürlich, daß sie nur freundschaftliche Gefühle für sie hege.

Und weil sie beide so gut damit klarkamen, reisten sie bereits am nächsten Morgen ab, Nina kündigte den Job und flog erst einmal in Urlaub. Nach ihrer Rückkehr zog sie in die Pension des No Limits, der Kneipe aller Kneipen, und arbeitete dort als charmante Tresenkraft und Hobbypsychologin. Doch nun suchte Erika Ninas Gesellschaft und begehrte eines Abends, sie in eine Lesbendisco zu begleiten. Dort gab sich die verunsicherte Nina hauptsächlich mit ihrer glühenden Verehrerin Jil ab, woraufhin Erika, außer sich vor Eifersucht, die Örtlichkeit überstürzt verließ. Im Gespräch mit Nina bestritt sie jedoch, daß sie derlei Gefühle hege.

Beim gemeinsamen Kinobesuch mit dem gemeinsamen Lieblingsfilm Grüne Tomaten (!) beim gemeinsam geteilten Eis am Stiel passierte es dann doch. Wer konnte es den beiden verdenken, daß sie bei dieser Edelschnulze von ihren Gefühlen überwältigt wurden und sich küßten? Zu mehr kam es an diesem Abend nicht. Ein Kurztrip Erikas samt LAG nach London kam dazwischen, bevor "es" dann endlich passierte und Erika anschließend bekannte, sie habe sich in Nina verliebt.

Aber irgendwie hing sie auch noch an Arno, und dem wollte sie nicht wehtun, und "die Kinder", und überhaupt. Erika verfolgte einen konsequenten Schlingerkurs. Als es Nina irgendwann zu bunt wurde und sie eine klare Entscheidung verlangte, entschied sich Erika - für Arno. Und blieb eisern dabei, selbst als die Tresenkraft, das Ultimatum widerrufend, sich ihr buchstäblich zu Füßen warf.

Es folgte eine Zeit, in der sich die beiden nur durch Zufall begegneten und dann nur vielsagende Blicke zuwarfen. Als es Erika eines Tages ins No Limits verschlug, versuchte sie, ein Gespräch mit Nina anzuknüpfen, die ihr jedoch eine Abfuhr erteilte. Diese bewundernswerte Konsequenz hielt allerdings nicht lange an, denn als die von den Krisen ihrer Töchter gebeutelte Erika ihr wenig später ihr Leid klagte, konnte Nina nicht anders, als ihr freundschaftliche Hilfe anzubieten.

Derweil machte Arno seiner LAG zum wiederholten Mal einen Heiratsantrag, den sie schließlich annahm. Der nach wie vor Peilungslose forderte Nina auf, Trauzeugin zu sein. Die sagte überrumpelt zu. Unter vier Augen versuchte Erika ihr dies aber zu verbieten - sie könne Arno nicht heiraten, wenn Nina dabei sei. Weil Arno aber hartnäckig weiterhin nicht VERSTAND (wie auch, es REDETE ja niemand Klartext mit ihm) und Nina nach wie vor als Trauzeugin wollte, bat Erika diese notgedrungen, nun doch zu zeugen. Da riß Nina endgültig der Geduldsfaden, sie warf der Geliebten Egoismus vor. Und außerdem habe sie, Erika, sie, Nina, niemals geliebt. Obwohl Erika das Gegenteil beteuerte, wurde sie aus dem Pensionszimmer geworfen, vor dessen Tür sie in Tränen ausbrach. Kurz darauf stürmte Nina in die BranSan-Kommune, gab Erika ein von ihr erhaltenes Geschenk zurück und verkündete zornig: "Ich will dich nie mehr wiedersehen!" Die schockierte Agenturchefin eilte ihr hinterher und versicherte, sie werde Arno nicht heiraten. "Weil ich dich liebe!" Sie küßten sich mitten auf der Straße.

Hier sollte ein Fähnchen flattern

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Diskutiert und spoilert über VL im Forum.


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