Sag mir quando, sag mir wann

Verbotene Liebe, Runde 5:
Carla & Susanne

Susanne sieht ihre Felle davon schwimmen

von LeMeep

Alles oder nichts

Was bisher geschah: Beim Inline-Skaten nutzt Susanne die Gelegenheit, ausgiebig ihre Schutzkleidung zu testen.

In Kürze: Das lange Warten auf Carlas Gefühlswallungen...

Arno hat eine tolle Idee

Susi hat keine Lust auf Hanna-Reminiszenzen und rauscht mit einem eisigen "Ich muss gehen" ab. Zuhause angekommen, lässt sie sich entkräftet auf die Treppenstufen sinken und versucht, die Dinger an ihren Füßen abzubekommen bevor schlimmeres passiert. Arno setzt sich viel zu gut gelaunt neben sie und macht blöde Witze übers Skaten, die Susanne mit einem bitteren Blick abwürgt. Sie erinnert ihn daran, dass sie immer noch unsterblich in Carla verliebt ist, die das als einzige in ganz Köln/Düsseldorf zu ignorieren scheint. Davon auf dumme Ideen gebracht, schlägt Arno zögerlich vor, dass Susi es doch lieber mit einem Mann versuchen solle, und zu ihrer Ehre bringt seine Tochter ihn bald wieder zum schweigen. Er entschuldigt sich hastig, Susi seufzt genervt. Warum nur versteht niemand ihre Herzensqual?

Wären die beiden nicht ein viel besseres Paar!?

Eine tut es, doch bloß weil sie blond ist und enge Verbindungen zu Schloß Lahnstein hat, handelt es sich trotzdem nicht um Carla. Goldlöckchen kann Susannes plötzlichen Abgang nachvollziehen und versucht dies einer trotz sich häufender Beweise immer noch zweifelnden Carla schmackhaft zu machen. Sie schlägt vor, der platonischen Freundschaft auf die Sprünge zu helfen indem sich die beiden vorerst nicht sehen, aber soviel Glück haben wir nicht. Carla besteht darauf, Susi weiterhin die Kleider zu bügeln als Freundin haben zu wollen. Sinnend starren die blonden Damen in die Luft...

Arno versucht sich währenddessen zum wiederholten Male als Kuppler und schlägt seiner niedergeschlagenen Tochter vor, mit ihrem Schwarm zu reden. Sie schmettert diesen Plan ab und nölt, dass sie genug von der Freundschaftsnummer habe - entweder alles oder nichts. Da, wie Armor ganz richtig einschätzt, Carla (noch) nicht ihre Gefühle erwidert, bleibt Susi wohl nichts anderes übrig, als von Ferne zu schmachten.



Hintergedanken

Was bisher geschah: Arno demonstriert eindrucksvoll, warum er nie eine Partnervermittlungsagentur aufmachen sollte.

In Kürze: Susanne hat den ultimativen Tipp für Arnos Finanzsorgen: Carla.

Carla erblickt Susanne

Das einzige Bistro in Köln/Düsseldorf, das Schneiders. Carla sitzt gerade mit einem Gläschen Champagner in der Hand mit einem Geschäftspartner an einem Tisch, als die Tür aufgeht und Susi und ihr Vater hereinspazieren. Sie unterhalten sich angeregt, so dass Susanne ihren Schwarm erst beim Hinsetzen erblickt. Es fliegen ein paar bedeutungsschwangere Blicke zwischen den beiden hin und her während Arno und seine Tochter ihre Getränkebestellung aufgeben. Sodann widmen sich die beiden Arnos finanziellen Problemen, oder zumindest Arno tut dies, denn Susi-Bot starrt versteinert in Carlas Richtung und hört bestimmt nicht einmal die Hälfte dessen, was ihr Vater ihr da erzählt. Aufmerksam geworden durch Susis starren Blick, dreht er sich um und entdeckt nun auch Carla. Ungewohnt taktvoll fragt er nach, ob sie nicht lieber in ein anderes Lokal gehen sollen, aber Susi beteuert mit dem Enthusiasmus eines Staubsaugervertreters kurz vor der Pensionierung, dass es ihr nichts ausmachen würde. Eine Lüge wird dadurch nicht glaubhafter, wenn man sie dauernd wiederholt, und zu Arnos Gunsten denkt er genauso: "Ich merk doch, wie schwer es dir fällt, sie zu sehen." Hastig schlägt Susi die Beine übereinander und biegt das Gespräch unelegant wieder auf Arnos Nöte zurück, vor allem deshalb, weil sie beim ersten Mal nicht zugehört hat. Der gute Vorsatz hält nicht lange an, denn kaum hat Arno erwähnt, dass er weiterhin einen Kreditgeber sucht, schlägt Susanne vollkommen unvorhersehbarerweise die Lahnsteinbank unter Carlas Führung vor. Arno lehnt (noch) höflich ab.

Susanne will Arno vor der Arbeitslosigkeit retten

Soviel zur These, dass es Susanne nichts ausmacht, sich im gleichen Raum aufzuhalten wie Carla: als diese beim Hinausgehen nur angedeutet in ihre ungefähre Richtung nickt, möchte Susi am liebsten aufspringen und ihr nachlaufen. Unter dem kritischen Adlerauge ihres Papas entscheidet sie sich anstatt dessen dafür, seine Einwände komplett zu ignorieren und in schönstem Nörgelton nachzuhaken, warum Arno keinen Kredit von den Lahnsteins haben will. Er erinnert sie an die Katastrophe mit dem Kongresszentrum und will partout nicht nachgeben, genauso wie eine sture Susanne das partout nicht wahrhaben will. Etwas unterminiert wird ihre Sorge für Papas Geschäft durch die sehnsüchtigen Blicke, die sie in Carlas Richtung wirft.

Von nun an weht der Wind aus einer anderen Richtung für Arno: nicht nur seine Tochter, sondern auch seine geschätzte Frau sind der Meinung, er solle doch einen Kredit von der Lahnsteinbank annehmen. Wütend über soviel Insubordination in den eigenen Reihen knallt das angebliche Familienoberhaupt die Firmenakten auf den Tisch und zischt gereizt an einer viel zu fröhlichen Susanne zur Tür hinaus. Die überlegt ein wenig mit ihrem besten Pokerface und wir dürfen getrost das schlimmste befürchten.

Das erste offizielle Treffen nach Susannes ungalantem Abgang

Der resultierende Plan hat rein zufällig etwas damit zu tun, dass Susanne und Carla sich im Schneiders treffen. Da anscheinend inzwischen ganz Köln/Düsseldorf eingeweiht ist in die gespannte Situation zwischen den beiden, schnappt sich Charlie kurzerhand die Karten aus der Hand des Kellners und begibt sich selbst an die delikate Aufgabe, das dynamische Duo zufriedenzustellen. Nachdem sie sich entfernt hat, herrscht erst mal betretenes Schweigen, das Carla mit einer reichlich offensichtlichen Beobachtung bricht: "Ganz schön blöde Stimmung zwischen uns gerade." Susanne nickt unverbindlich als ginge sie das alles nur marginal was an, so dass Carla zu einer langatmigen Entschuldigung übergeht. In gewohnt eloquenter Manier beschwichtigt Susi-Bot sie mit der Ausrede, sie habe generell Probleme mit dem Thema Tod. Das kommt in ungefähr so glaubwürdig rüber wie, sagen wir, Susannes Ankündigung, sie würde von an als Modedesignerin arbeiten. Dieses Mal mmht Carla unbestimmt, weil sie wohl eine auch eine Entschuldigung dafür erwartet, dass Susi so einfach abgerauscht ist, doch, wir ahnen es, Susi hat die Zeitung nicht zum lesen mitgebracht. In der Tat diente sie nur als Tarnung für die Firmenakten, die sie von Arno geklaut hat, und sie sollen Carla gnädig zu stimmen für, wir ahnen es ebenfalls, den Kredit für Arnos Firma.

Arno kommt Susanne auf die Schliche

Wenig später übernimmt Carla gerade die Rechnung (Susi hat sich leider schon verabschiedet) als Arno erneut ins Schneiders kommt. Sie stürzt gleich auf ihn zu, lässt ihm keine Zeit zum antworten und verspricht einem sprachlosen Arno, sich um den Kredit zu kümmern. Der blickt verblüfft der Gräfin hinterher, dann beäugt er mißtrauisch seine Aktentasche – er wird sie ihr doch nicht etwa hinterherschmeißen?

Wenn er sie jemand an den Kopf werfen möchte, dann einer ahnungslosen Susanne, die ihm einen Kaffee anbietet, sobald er zum Casa Brandner zurückgekehrt ist. Doch er hat keinen Bock auf Smalltalk, sondern fragt rundheraus, was seine übereifrige Tochter sich dabei gedacht hat, ohne sein Wissen interne Unterlagen weiterzugeben. Sie rechtfertigt sich mit einem überhaupt nicht zum Thema passenden Loblied auf Carla, die so hilfsbereit und vertrauensvoll sei. Davon nicht im mindesten beeindruckt, sondern erst auf die richtige Spur gebracht, unterstellt Arno seiner durchschaubaren Tochter Hintergedanken der ganz egoistischen Art. Und damit hat er vollkommen recht, weil aber Susanne immer etwas langsam ist, wird sie ihm erst morgen antworten.



Da will man einmal souverän sein...

Was bisher geschah: Susanne ignoriert gefließentlich, dass ihre Brandner-Bau-Hilfsaktion unerwünscht ist.

In Kürze: Rette sich wer kann: Armor ist erwacht!

Susanne hat gerade Besseres zu tun

Die Zeichen stehen auf Sturm: der Streit zwischen Arno und Susanne eskaliert, was nicht dadurch besser gemacht wird, dass sich Susi mitten im Gespräch einer SMS widmet. Boshaft fragt Arno nach, ob das ihre "Herzensdame" gewesen sei, doch es stellt sich heraus, dass es nur ein Taxikollege war, weswegen Susanne auch gleich weg muss. Sie betont noch einmal ausdrücklich, dass die ganze schlechtgeplante Sache ü-ber-haupt nichts mit ihren unerwiderten Gefühlen für gewisse Bankchefinnen zu tun habe, was ihr ein aufgebrachter Arno aber genauso wenig wie wir abkauft. Aller weiteren Argumente beraubt, fällt Susi auf die Teenager-Nummer zurück, die sie bestimmt des öfteren von Radorst gehört hat: "Du bist verbohrt, stur und ignorant!!!" schallt es aus dem Flur bevor sie türknallend das Haus verlässt. Unfähig, das auf sich sitzen zu lassen, reißt Arno die Tür wieder auf und brüllt hinter seiner flüchtenden Tochter her: "Geschäft und Gefühle – das gehört auseinander!" Als er mindestens ebenso laut wie Susi die Tür wieder zuwirft, wird ihm bewusst, wie sinnlos das alles ist und wringt verzweifelt die Hände. Es ist sogar frustrierend, ihm beim Streiten mit Susanne zu zuschauen, wie muss da erst das Streiten selbst sein?

Susanne auf Besuch bei ihrer Angebeteten

Sichtlich unglücklich sitzt Carla an ihrem Schreibtisch in der Holding und bläst Trübsal, wovon eine glücklich lächelnde und mal wieder nicht arbeitende Susanne keine Notiz nimmt. Sie schnappt sich stattdessen sofort einen potthäßlichen Preis aus Glas für die "Geschäftsfrau des Jahres" und bewundert ihn andächtig. Carla stellt messerscharf fest, dass Susi wohl kaum ihr Taxi stehen gelassen hätte, nur um ihr für so einen läppischen Preis zu gratulieren, und sie hat natürlich recht: Susi-Bot ist ganz aufgeregt weil sie wissen möchte, wie die Sache mit dem Kredit aussieht. Carla holt tief Luft und teilt einer enttäuschten Susanne mit, dass auch die Lahnsteinbank keinen roten Heller herausrücken wird für die Sanierung von Brandner Bau. Davon nicht begeistert, quält Susi die Bankchefin mit ein paar blöden Fragen und geht sogar so weit, etwas Gemauschel vorzuschlagen. Empört verschränkt Carla die Arme vor der Brust und besteht darauf, dass sie, im Gegensatz zu Susi, Privates und Geschäftliches trennen würde. Nicht schon wieder, denkt Susanne und wird aggressiv. Jetzt hat Carla keine Lust mehr auf Susis zunehmend ausfallende Vorwürfe und unterstellt ihr kühl, sie würde den Kredit nur als Vorwand benützen. Nicht schon wieder, denken wir, und sehen mit an wie eine kochende Susi sich die Akten ihres Vaters schnappt und mit einem beleidigtem "So wichtig bist du mir nicht" den Raum fluchtartig verlässt. Und zum zweiten Mal heute hinterlässt Susi eine unglaublich angenervte Person.

Der ungeplante Besuch bei Carla hat noch andere Konsequenzen als eine wahrscheinlich von Migräne geplagte Gräfin: Arno ist alles andere als begeistert, dass Susanne ihm offensichtlich nur sehr sporadisch zuhört und im Prinzip trotzdem alles so macht, wie sie es für richtig hält. Folgerichtig regt er sich auch mehr darüber auf, dass er ausdrücklich um Susannes Zurückhaltung gebeten hatte, als über die Tatsache, dass der Kredit abgelehnt wurde. Er verteidigt sogar Carlas Entscheidung, was wiederum Susi auf die Barrikaden bringt. Denken denn hier alle nur noch professionell?!

Carla regiert sich bei Tischfußball und Nathalie ab

Im Augenblick lässt immerhin Carla die Geschäfte ruhen und entspannt sich bei einem Match Tischfußball mit Goldlöckchen. Das heißt nicht, dass sie nicht trotzdem über Susanne spricht – im Gegenteil, sie beschwert sich bitter, wie nervtötend ihre Freundin doch sei. Auch schon bemerkt? Nathalie ist mal wieder die Stimme der Vernunft als sie feststellt: "Das kann nur schiefgehen mit dir und Susanne." Das sagen wir doch eigentlich schon von Anfang an, aber hört Carla auf uns? Es sieht noch nicht mal so aus, als würde sie auf Nathalie hören.

Aussprache Nr. 578

So kommt es, dass sie trotz aller guter Vorsätze wieder mit Susanne spricht, die malerisch an eine Mauer im Schloßpark gelehnt auf die gute Gräfin gewartet hat. Die werweißwievielte Aussprache steht an - Susi entschuldigt sich für die dumme Kredit-Aktion und stellt zum wiederholten Mal fest: "Du willst nichts von mir und das ist mir erst jetzt klargeworden." Nicht, dass es davor schon ein gutes Dutzend Zeichen gegeben hätte, aber wie wir wissen, ist Susanne weder besonders aufmerksam noch schnell. Sie hat einen Entschluss gefasst, der ausnahmsweise sogar vernünftig klingt: sie will Carla nicht mehr sehen weil das zuviel Gefühlsaufwallung mit sich bringen würde. Die so geschmähte reagiert mit Unverständnis und will die Freundschaft nicht beenden, so wie Susi es vorgeschlagen hatte. Kraftlos setzen sich die beiden an den adeligen Pool und diskutieren darüber, was die berühmte Rheinepisode zu bedeuten hatte. Susi-Bot besteht darauf, dass sie ein Beweis dafür war, dass Carla sich per se nicht verlieben wolle, und im speziellen nicht in Susi – wer kann es ihr verdenken, bei soviel Charme? Gerade, als sich Susanne nach ihren theatralischen Schlussworten erheben und gehen möchte, fangen die Rasensprenger an zu arbeiten.

Spreng-tage sind toll!

Carla erinnert sich daran, dass heute "Spreng-Tag" ist, und das könnte man auch durchaus mißverstehen, doch es bedeutet nur, dass der Rasen für ein paar Stunden gewässert wird. Die Aussicht nass zu werden lässt Susi wie eine Irre anfangen zu kichern, woraufhin Carla neugierig nachfragt, was daran so lustig sei. "Ich habe meinen Mann mal mit einer anderen Frau im Bett erwischt", erzählt Susi. Selten so gelacht. Wie sich herausstellt, war der witzige Teil die Tatsache, dass sie die Sachen ihres Mannes auf die Strasse geworfen hat, allerdings mit dem klitzekleinen Schönheitsfehler, dass ihre Sachen auch dabei waren. Etwas anderes als diese intellektuelle Glanzleistung hätten wir auch nicht von ihr erwartet! Susi sinniert: "Da will man einmal souverän sein... " ...und schafft es nie. Während die Zuschauer unter ständigem Augenrollen dieser Anekdote gelauscht haben, sieht Carla so aus, als könnte sie sich nichts spannenderes vorstellen. Und Susanne setzt noch einen drauf – sie zieht ihre Schuhe aus und springt frohlockend in den Wasserstrahl. Carla sieht verzaubert aus - oh je...


z u r ü c k | Fortsetzung folgt!

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