Sag mir quando, sag mir wann

Verbotene Liebe, Runde 5:
Carla & Susanne

Susis neue Haushälterin

von LeMeep


Das ist ja praktisch

Was bisher geschah: Susi springt von einem Fettnäpfchen ins andere, aber das liegt offensichtlich in der Familie.

In Kürze: Elisabeth hat keine Lust auf Hausfrau, und Carla hat keine Lust auf mehr.

Dieses Mal quält Elisabeth Ken mit Fragen der Sozialkunde, aber er wird von der Türklingel gerettet. Es ist niemand anderes als Carla, die nach Susanne fragt. Allerdings ist die gewünschte nicht abkömmlich wegen einer längeren Taxi-Tour. Solange sie wartet, wird Carla ins Wohnzimmer verfrachtet. Dort erspäht sie Elisabeth, und von der äußerst ergiebigen Lernstunde genauso gelangweilt wie ihr Stiefenkel, schnappt sie sich sofort Carla, um mit ihr Smalltalk zu betreiben. Ken flüchtet und quittiert Carla launiges Nachhilfe-Angebot mit einem sehr säuerlichen Blick. Radorst springt für eine Millisekunde ins Bild, um uns nachher wieder mit ihrer Anwesenheit zu beehren. Erst mal lassen sich Elisabeth und die Gräfin auf dem Sofa nieder und tauschen sich darüber aus, wie schade es sei, dass Elisabeth als Geschäftsfrau nur noch zuhause versauere. Findet Arnos LAG auch, aber bevor sie sich richtig darüber auslassen kann, stürzt eine atemlose Susi zur Haustüre herein. Sie ist so hektisch, dass sie ein von Arno gereichtes Weinglas umstößt, was dazu führt, dass sie sich umziehen muss. Sie verschwindet also im hinteren Bereich des Casa Brandner während Carla und Elisabeth ihre vorher unterbrochene Unterhaltung wiederaufnehmen.

Lange Rede, wenig Sinn: Carla sonnt sich im Glanz ihrer erfolgreichen Karriere und Elisabeth würde gerne wieder mitmischen. Von Carla nach ihren zukünftigen Plänen für eine mögliche Zusammenarbeit gefragt, bekommt Elisabeth einen listigen Gesichtsausdruck.

...und lässt sich stundenlang über ihre Entwürfe aus, wenn Susis ungeduldiger Blick auf die Uhr ein Indikator dafür ist. Schließlich gelingt es ihr, Carla loszueisen, und so brechen sie just in dem Moment in die Spätvorstellung auf, als auch Ken und Radorst los wollen. Letztere äußert sich bewundernd über das Outfit unseres Traumpaares, und mindestens was ihre Mutter angeht, kann sie nur gelogen haben: Susannes Lime-farbenes Oberteil hat eine unmögliche Farbe, und über Carlas seltsames Ensemble aus schwarzem Oberteil mit Perlenkette betten wir auch besser ein Tuch des Schweigens. Carla sieht verblüfft an sich herunter und fragt nach, wieso Radorst auf die Idee käme, sie möchte in diesem Aufzug Kerle aufreißen. Radorst, gescheit wie immer, fragt doof: "Was denn sonst?" Von dieser Antwort doch etwas angekäst, tut Carla, was sie immer tut: sie verschränkt die Arme vor der Brust und stellt richtig, dass sie es heute Abend mehr auf die Frauen abgesehen hat. Freudig erregt, dass sie ein Fremdwort kennt, schiebt Lisa "Heißt das, dass Sie lesbisch sind?" nach, und Elisabeth neben ihr kann sich ein Kichern kaum verkneifen. Susi-Bot hingegen sieht aus, als würde sie schlimmes erwarten, doch ihre Tochter überrascht sie positiv und meint nur, dass das ja super praktisch sei: so käme man sich bei der Jagd nach potentiellen Partnern nicht in die Quere. Leicht verlegen wandert Susannes Blick zu Carla – wenn die gute Radorst wüsste! Ken lockt seine Schwester weg von weiteren möglicherweise peinlichen Fragen, so dass Carla und Susi endlich gehen können. Elisabeth hofft auf ein weiteres Treffen mit Carla, weil ihr der Haushalt so langsam so richtig zum Hals raus hängt. Beweisstück A: ein halbaufgegessenes Sandwich – ugh.

Nach dem gar köstlich unterhaltsamen Kinofilm begeben sich Susanne und Carla noch ins Schneiders, wo sie sich von Angelo einen Drink mixen lassen. Während sie darauf warten, unterhalten sie sich ein bisschen über den Nachwuchs Susis, und Carla wundert sich, wie Elisabeth es schaffen würde, auch noch auf Radorst und Ken auf zupassen. Das wundert Susi auch, vor allem, weil sie den Großteil ihrer Zeit sicher nicht beim Arbeiten, sondern in diversen Bistros und Kneipen verbringt, aber zieht es vor, die Stirn zu kräuseln und zu schweigen. In diesem Moment bringt Angelo die Drinks, und als sich zufällig Carlas und Susannes Hände berühren beim Greifen nach dem Glas, wirft Susi-Bot ihrer Freundin einen entschieden unplatonischen Blick zu. Die gräfliche Dame lenkt die Augen zu Boden und wartet auf Angelos Abtritt, um die Situation gleich mal zu klären: "Versteh mich nicht falsch, ich mag dich wirklich gern, aber eben nur als..." - "Kumpel", ergänzt eine desillusionierte Susi. "Kumpel"?! Du bist hier nicht bei den Bergarbeitern! Unter dem prüfenden Blick Carlas versucht Susanne ihr Gesicht etwas fröhlicher zu gestalten und flötet unüberzeugend: "Das ist okay für mich!" Sie hebt ihr Glas, um auf ihre tolle Freundschaft anzustoßen, aber sobald Carla sie aus den Augen lässt, fällt die Maske von Susi-Bots Gesicht ab: ein Blick purer Hoffnungslosigkeit. Oder Ahnungslosigkeit, es ist schließlich Susanne Brandner, von der wir hier reden.

Elisabeth ist zunehmend angekotzt von der Verantwortung für den Brandnerschen Haushalt, zu dessen Chaos auch Susi nicht unerheblich beiträgt – sie klaut die Vorspeise. Wenn Blicke töten könnten, läge Susanne längst unter den Rädern ihres Taxis, doch als sie zurückkommt, plappert sie erst mal munter drauf los, Elisabeths mörderische Blicke glücklich ignorierend. Ein warnendes Wort von Papa macht sie dann doch aufmerksam auf das verkniffene Gesicht ihrer Stiefmama, die in eine haßerfüllte Tirade über ihre hausfraulichen Pflichten ausbricht. Da sind sie alle bedröppelt und gucken schuldbewusst.



Das bisschen Haushalt

Was bisher geschah: Elisabeth haut auf den Tisch des Casa Brandner: schluß mit lustig.

In Kürze: Susi verwandelt sich augenblicklich in Schokolade, sobald sie Carla begegnet: sie schmilzt.

Elisabeth ist not amused

Etwas halbherzig entschuldigt sich Susi für die geklaute Vorspeise, nur um sogleich zu einer weitschweifigen Erklärung darüber überzugehen, wie anstrengend Taxifahren doch sei. Woher sie das weiß, bleibt ihr Geheimnis – aus eigener Erfahrung wohl kaum, soviel Zeit wie sie Cappuccino-trinkenderweise im No Limits bzw. Schneiders verbringt. Doch das ist nur Öl ins Feuer von Elisabeths Ärger, die mit beißendem Spott feststellt, dass Abspülen sie nicht gerade intellektuell überfordern würde. Na, das wäre dann also eher was für Susi-Bot! Vollkommen immun gegen den Wutausbruch ihrer Stiefmutter kramt Susi eine Geschichte aus ihrer glücklichen heterosexuellen Vergangenheit hervor, aber bevor ihr Elisabeth deswegen an die Gurgel gehen kann, weil es nämlich mit ihrem Problem nur sehr marginal zu tun hat, unterbricht ein gnädiger Arno sie. Er erinnert seine Tochter an einen Termin und verhindert so knapp ein Massaker, denn Elisabeth kocht immer noch brodelnd.

Anscheinend hat die Gardinenpredigt doch Früchte getragen, da wir wenig später Arno tief gebeugt über einer Einkaufsliste sitzen sehen, die Elisabeth aber kalt lächelnd ablehnt. Sie will vielmehr wieder komplett ins Geschäftsleben einsteigen, nicht nur in der Firma ihres Mannes.

Hübsche... ähm, Kette

Carla weilt just im No Limits, wo eine gestresste Susi blind an ihr vorübereilt, um sich ein Wässerchen in der Pause zu holen. Angesprochen von ihrer Angebeteten schmilzt Susi sofort dahin und beichtet ihr den Krach zuhause. Während sie von Elisabeths Unzufriedenheit erzählt, wandern ihre Augen mehrmals verdächtig weit nach unten, aber Carla interessiert sich viel mehr für die zukünftigen Geschäfte ihrer Stiefmama. Und wieder einmal sehen wir, wie gut Carla und Susanne doch zusammenpassen: währende Susi-Bot vor der Verantwortung zurückschreckt, die eine eigene Firma mit sich bringt, könnte sich Carla nichts schöneres vorstellen. Erst mal kommt Susi endlich die brillante Idee, Elisabeth ein wenig Arbeit abzunehmen – etwas, was ihr anscheinend erst in Carlas Anwesenheit kommt und nicht etwa, weil sich Elisabeth lautstark darüber beschwert hatte. Von den Haarwurzeln bis zu den Zehennägeln von ihrer Gräfin vereinnahmt, blickt Susi sehnsüchtig der gehenden Carla nach, als diese wenige später das Lokal verlässt. Wir sehen schon – Susi ist ihr hoffnungslos verfallen.

Zwei Dumme, kein Gedanke

Die Umsetzung vorheriger brillanter Idee sieht so aus, dass Susi vier volle Einkaufstaschen in die Küche bugsiert, nur um bei einem halbherzigen Einräumungsversuch festzustellen, dass der Kühlschrank bereits überquillt. Ein gutgelaunter Arno erklärt ihr, dass er denselben Plan hatte, so dass Elisabeth nun auf Haufen verderblicher Lebensmittel sitzt und sich wahrscheinlich noch mehr Stress macht, weil die aufgegessen werden müssen. Spitze, ihr beiden! Sie juxen noch ein wenig herum -hach wie lustig- bevor sie die Schultern endgültig zucken und sich für die Speisekammer entscheiden.

Elisabeth ist begeistert, Susi verstört

Alles ist gerade verräumt, da tänzelt eine fröhliche Elisabeth durch die Tür und richtet einer verblüfften Susanne Grüße von Carla aus. Freudestrahlend verkündet Arnos LAG, dass sie ihr eigenes Unternehmen mithilfe der Lahnsteinbank aufziehen wird, und das beinhaltet "enge, sehr enge Zusammenarbeit mit Carla". Susi bekämpft erfolglos einen monströsen Eifersuchtsanfall aufgrund dieser Neuigkeiten und wünscht sich unzweifelhaft heftigst, sie wäre an Elisabeths Stelle. Dieser Wunsch geht sogar in Erfüllung, denn nun bleibt der Haushalt an ihr hängen.



Das Geheimnis meines Erfolges


Was bisher geschah: Susanne entdeckte die Existenz eines ominösen Wesens namens "Haushaltsarbeit".

In Kürze: Susanne würde ihre glorreiche Entdeckung am liebsten wieder rückgängig machen - zumindest bis zum Auftritt von Mrs Perfect.

Arno schildert gerade einer kauenden Susanne seine Sorgen, als mal wieder Carla anruft. Sie versucht, Susi zu einer feuchtfröhlichen Runde im Schneiders zu überreden, doch die gute Susanne lehnt ab. Wie sich herausstellt, hat sie keine Lust darauf weiter in der Öffentlichkeit die gräfliche Dame anzuschmachten, sondern tut dies lieber zuhause. Ihre an Arno gerichtete Erklärung, sie beide wären nur "gute Freundinnen", klingt entschieden frustriert.

Mrs Perfect im Einsatz.

Elisabeths Wutanfall von letzter Woche hat erstaunlich lange Konsequenzen, denn Susi schlendert einen Wäschekorb unter den Arm geklemmt ins Wohnzimmer, um eine ausgedehnte Bügelsession einzulegen. Eine schadenfrohe Elisabeth ruft ihr auf dem Weg zur Tür zu, dass eine ganz tolle CD bereitliege – doch bevor Susi in den Genuss des rassigen Tangos kommen kann, segelt Radorst an ihr vorbei und würgt alle Versuche, sich etwas Hausarbeit aufs Auge drücken zu lassen, geschickt ab. Sobald sie weg ist, knallt Susanne den Wäschekorb aufs Sofa und versucht sich selbst mit einem hanebüchenen Mantra zu beruhigen: "Ganz ruhig. Sie kann nichts dafür, sie ist in der Pubertät. Irgendwann ist es vorbei." Wenn ich mir dich so anschaue, dann glaube ich das kaum! Sogleich verbannt Susanne alle weiteren Gedanken an Nachwuchs aus ihrem Kopf und schaltet die Musik ein. Bevor sie aber auch nur dazu kommt, das Bügeleisen in die Hand zu nehmen, klingelt jemand an der Tür. Weil sie offensichtlich durch diese Geschichte schlafwandelt, ist Susanne tatsächlich überrascht, dass nicht eine reuige Radorst, sondern eine fröhliche Carla plötzlich vor ihr steht. Sie ist schon dabei, Carlas Angebot auf einen Kaffee auszuschlagen, aber die drängelt sich kurzentschlossen an Arnos Tochter vorbei ins Casa Brander, schmeißt ihre Handtasche schwungvoll aufs Sofa und bittet, Susis heftige Proteste ignorierend, um das Bügeleisen. Schließlich von Carlas Enthusiasmus glücklich überrollt, überreicht Susanne ihr ein Riesenteil von Eisen, das so aussieht als stamme es aus dem vorigen Jahrhundert, und damit meine ich das 19.! Freudestrahlend und augenscheinlich nicht in der Stimmung, ihre bezahlte Arbeit zu verrichten, macht sich Carla Gräfin von Lahnstein an die spannende Aufgabe des Bügelns.

Auf dem Weg zur deutschen Martha Stewart?

Und das auch noch sehr erfolgreich. Inzwischen bei den T-Shirts der Kids angekommen, aber aus Langeweile doch etwas abgelenkt, nämlich am Telefon hängend, sorgt sie sich um die Textilien während Susi auf dem Sofa ihre Abrechnung erledigt. Sie springt plötzlich auf und macht sich aus dem Staub, um noch einmal in der Taxizentrale vorbeizuschauen. Carla zieht es vor, nicht mitzukommen sondern weiter zu bügeln, was Susi etwas beleidigt zur Kenntnis nehmen muss. Nathalie am anderen Ende der Leitung fragt neugierig, mit wem Carla denn konferieren musste und erhält die interessante Antwort: "Ich bügle [Susis] Sachen." Aber Carla hält nichts von der wie sie meint irrigen Annahme, Susi-Bot könnte noch immer Gefühle für sie hegen und findet das alles ganz harmlos. Goldlöckchen wünscht ihr amüsiert und es besser wissend noch viel Spaß. Diesen Moment sucht sich eine in der Tat umgezogene Radorst aus, um wie aus dem Nichts aufzutauchen und Carla auf die Schulter zu tippen. Davon im Gegensatz zu mir nicht zu Tode erschrocken, begrüßt Carla fröhlich die Tochter ihrer Freundin und verkündet ebenso fidel, dass sie gerade eines ihrer T-Shirts bügeln würde. Radorst überlegt kurz, runzelt dann aber angebrachterweise die Stirn – es ist sogar ihr klar, dass es nicht normal ist, eine bügelnde Gräfin im Wohnzimmer zu haben.

...und nebenbei wird das Balg noch erzogen

An den Anblick einer mit einer scheußlichen Schürze ausstaffierten Carla, die Teller schleppt, scheint sie sich aber recht schnell gewöhnt zu haben. Beim Herrichten des Essens lässt Radorst unauffällig ins Gespräch einfließen, dass Carla zur "Geschäftsfrau des Jahres" nominiert wurde – und ich frage mich wofür, wenn sie ihre Zeit lieber in den Küchen fremder Leute verbringt? Carla winkt ungewöhnlich bescheiden ab und meint, das Geheimnis ihres Erfolges seien in Wahrheit ihre Mitarbeiter. Ohne die wäre alles so viel schwerer, deswegen hätte eher jemand wie eine zufällig in diesem Augenblick wiederkehrende und natürlich gleich lauschende Susi einen Preis verdient. Mir würde da spontan der "Preis für die am meisten in einem Bistro/Cafe verbrachten Stunden", einfallen, oder der für "Unauffälliges Schmachten in der Öffentlichkeit". Jedenfalls nicht dafür, wie Carla es in einem Anfall geistiger Umnachtung auszudrücken beliebt, eine "tolle und entspannte Mutter" zu sein. Sicher, die meistens dankbar kurzen mißglückten Versuche, der Tochter den Umgang zu verbieten oder sie zu mehr Mitarbeit im Haushalt anzuhalten würden sicher eine Auszeichnung verdienen, aber ebenso sicher würde die eher einer goldenen Himbeere als einem Oscar gleichen. Susi ist nicht immun gegen das Süßholzgeraspel und grinst zufrieden.

Nach dem von ihr gezauberten Essen verabschiedet sich Carla mit dem Hinweis auf einen Geschäftspartner, der bereits geschätzte vier Stunden auf sie warten dürfte, und lädt Susi-Bot auf einen Cocktail ein.



Sport ist Mord


Was bisher geschah: Carla von L. aka Mrs Perfect hat offscreen eine dauerhafte Lösung des brandnerschen Haushaltsproblems gefunden.

In Kürze: Da der Haushalt mittlerweile eine alltägliche Selbstreinigungsprozedur vollzieht, findet Susanne die Zeit, um sich gründlich auf anderweitigen Gebieten zu blamieren.

Schon mal was von Telefonitis gehört, Frau von L.?

Arno spielt mal wieder Anrufbeantworter und hat zum wiederholten Male Carla an der Strippe, die ebenfalls zum wer weiß wievielten Mal Susi sprechen möchte. Wie sich herausstellt, ist Carlas Termin ins Wasser gefallen, weswegen die gräfliche Dame vorschlägt, Skaten zu gehen. Susanne ist mehr als unsicher, ob ihre übliche Grazie bei dieser Sportart so gut zur Geltung kommt, doch als Carla mal eben so ein zweites Paar Skates aus dem Hut zaubert, hat sie der Einladung nicht mehr viel entgegenzusetzen.

So kommt's, dass wenig später eine hektische Susi ihren Vater fast über den Haufen rennt und in der Küche genug Wasservorräte für die Rallye Paris-Dakar einpackt. Elisabeth gesteht sie, dass sie im Prinzip vom Skaten keine blassen Schimmer hat und sagt sehr richtig voraus, dass sie sich unendlich blamieren wird. Carla hat währenddessen eine etwas seltsame Begegnung mit ihrem Erzeuger, der sich komisch benimmt, was mit großer Wahrscheinlichkeit in der nächsten Zukunft eine tragende Rolle spielen wird. Solange er aber nicht mit der Wahrheit rausrückt, macht sich seine Tochter unbesorgt auf den Weg, Susi beim Skaten so richtig abzuhängen.

Waren wir wirklich nicht zum Schwimmen verabredet!?

Damit dürfte sie keine großen Schwierigkeiten haben, denn wie sich herausstellt, ist allein das Anziehen der Skates schon fast eine unlösbare Aufgabe für die oh so sportliche Susi. Sie hangelt sich ungelenk an einigen Schildern entlang, während Carla, bereits auf den Rollen und vollkommen in ihrem Element, sie leicht amüsiert betrachtet. Das macht die Sache für Susanne nicht einfacher, und die Antwort Carlas, Bremsen seien was für Weicheier, sorgt nicht gerade dafür, dass sie sich entspannt. Schließlich schafft es Susi-Bot, sich festgekrallt an zwei Pfosten aufrecht zu halten, und Carla fährt in der irrigen Annahme, dass Susi wüsste was sie tut, los. Doch sobald Susanne die Pfosten loslässt, rollt sie langsam aber unaufhaltsam rückwärts die Rampe Richtung Rhein hinunter, woran auch viel Gefuchtel mit den Armen und aufgerissene Augen nichts ändern. Carla findet dieses Schauspiel so faszinierend, dass sie nicht mal auf die Idee kommt, ihrer Freundin zu helfen. Die hat es mit viel Hampeln geschafft, sich umzudrehen und blickt nun direkt aufs Wasser, was die Sache keinen Deut besser macht. Unter viel Gekreisch gelingt es Susi dann, nach links in die Wiese zu steuern, wo es sie erst mal umfällt. Sich rasch wieder aufrappelnd winkt sie einer peinlich berührten Carla zu, die schwach lächelnd zurückwinkt und betet, dass sie niemand erkennt. Schwankend bannt sich Susi ihren Weg zu Carla, damit sie endlich richtig starten können.

Eine kurze Pause hat noch niemandem geschadet...

Das sieht dann so aus, dass Carla souverän vorneweg skatet, während Susanne einige Meter hinter ihr harmlose Fußgänger über den Haufen fährt (und man fragt sich, ob Claudia Scarpatetti hier wirklich schauspielert...). Dummerweise passiert ihr das auch noch mit Radorst, die natürlich just in diesem Moment um die Ecke biegen muss. Susi zögert nicht lange und wirft sich todesmutig unter das Rad des sie begleitenden Kai. Radorst rammt sich fast den Kopf an der Kamera, so hastig beugt sie sich nach vorne um eine erstaunlicherweise noch immer unverletzte Susanne zu begutachten. Die ignoriert Kai komplett und kichert nur lautstark in der Gegend rum, besonders, als Carla ebenfalls ankommt und beim Anblick einer unter einem Fahrrad begrabenen Susi erst mal erschrocken ist. Mißtrauisch und kein bisschen glücklich, ihre wackelige Mama am Arm zu haben, fragt Radorst nach, warum Susi nicht böse auf ihren eigentlich verbotenen Begleiter ist. Aber Susanne hat nur Augen für Carla und so drückt sie ihrer überwältigten Tochter einfach einen Schmatz auf die Backe, bevor sie wieder zu Carla taumelt. Von ihrem Verhalten mehr als nur ein bisschen verblüfft, rätselt Radorst herum: "Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, sie ist auf Drogen." Und diese Droge hat genau 5 Buchstaben. Nein, es ist nicht Crack, aber mit C fängt sie auch an. In diesem Moment zerrt Susi ungelenk ihren Schwarm am Arm aus dem Bild und man wünscht sich unwillkürlich, Susi würde einen Helm tragen. Den Haarschnitt ruinieren könnte das auch nicht mehr, aber bei ihrer "Fahrkunst" wäre es eine lohnende Investition!

Carla umschifft galant die drohende Kussattacke.

Gerade, als Carla lobend erwähnt, dass Susi in den letzten 5 Minuten niemand ernsthaft verletzt hat, schickt sich die Gelobte an, zwei Polizisten über die Füße zu fahren. Davon nicht im mindesten beeindruckt, behauptet Susanne keck, sie wisse jetzt, wie sie mit den "Dingern" an ihren Füßen umgehen muss und schlägt ein Wettrennen vor. Carla geht darauf ein und flitzt los, ihre Freundin am Anfang auch noch halbwegs auf den Fersen. Dann allerdings erblickt Susi ein knutschendes Hetenpärchen auf einer Bank am Wegesrand und lässt sich davon so ablenken, dass sie nur noch geradeaus rollt. Wir sehen den Baum kommen, der sonst in solchen Moment garantiert auftaucht, aber Susanne hat noch mal Glück. Carla hat festgestellt, dass sie das Rennen allein bestreitet und ruft nach Susi, die schließlich zeitgleich auf dem leeren Basketballplatz, dem Ziel, ankommt. Dort greifen sie sich an den Händen und fahren ein bisschen im Kreis, solange bis Susanne den Augenblick für gekommen hält, mal wieder einen Kuss zu initiieren. Sie ignorierend, offeriert Carla nur ihre Hand für ein High Five und fährt dann weiter.

Susanne springt wieder einmal kopfüber in das Fettnäpfchen.

Etwas später steht sie tief in Gedanken versunken am Rheinufer, und wir ahnen schlimmes bzw. erinnern uns an die unglaubwürdigste aller Todesszenen in der Geschichte von VL. Susi, die sie endlich einholt, scheint Carlas gedrückte Stimmung aber nicht zu spüren, sondern verkündet nur viel zu laut: "Ist das schön hier. Richtig romantisch!" Carla hat ihr Gelaber satt und meint nur kurz, dass Hanna hier gestorben sei. Da fällt Susanne wirklich nicht mehr viel ein, was sie sagen könnte, doch es scheint als brauche Carla auch nur mal jemand, mit dem sie reden kann. In Erinnerungen schwelgend bricht es schließlich aus ihr heraus: "Ich werde nie wieder einen Menschen so lieben können wie Hanna." Das findet Susi alles andere als lustig, weil sie es natürlich sofort auf sich bezieht und alle ihre Felle davon schwimmen sieht.


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