Sag mir quando, sag mir wann
Verbotene Liebe, Runde fünf:
Carla & Susanne
von LeMeep
Alex und die Kinder
Was bisher geschah: Susanne findet zufällig Vanessas Coming-Out-Ratgeber, was sie vor Nathalie in eine peinliche Situation bringt.
In Kürze: In bester "the lady doeth protest too much"-Manier weist Susanne alle lesbischen Neigungen weit von sich. Einen homoerotischen Traum gibt sie in feuchtfröhlicher Frauenrunde trotzdem zu.
Mit der Wahrheit konfrontiert, stellt Susanne sofort alle Stacheln auf. Da helfen auch Nathalies Beteuerungen, es müsse ihr nicht peinlich sein, sie sei schließlich nicht die erste Lesbe in ihrem Bekanntenkreis, nichts. Vehement beteuert Susanne, auf der heterosexuellen Seite der Strasse zu fahren: "Ich bin verheiratet, ich habe zwei Kinder!". 1., du bist geschieden, 2. die Kinder sind adoptiert, und 3. das beweist was genau? Händeringend entschuldigt sich Nathalie, doch Susanne ist so aufgebracht, dass sie Carlas Sandkastenfreundin einfach sitzen lässt. Und zwar mit der Begründung "Meine Kinder warten bestimmt schon." Ach, wenn es dir den Kram passt, dann ist dir die Existenz zweier minderjähriger Kinder also bewusst? Ich bin mir sicher, sie warten schon gar sehnsüchtig auf deine Wiederkehr!
Doch es ist Klein-Jens und weder Radorst noch Ken, der Susannes Rückkehr zum Casa Brandner dringend herbeisehnt. Überrascht bittet sie ihn rein, wo er sie direkt darauf anspricht, dass sie im Schneider's irgendwie "anders" gewesen wäre. Ja, nämlich lesbisch. Er bietet ihr ritterlich an, ihr in Zukunft aus dem Weg zu gehen, um sie [und uns] nicht weiter zu nerven. Sag ja, bitte sag ja! Leider entscheidet sich die verwirrte Susanne für die Gegenstrategie und greift zu körperlichen Mitteln, um "Mehr nicht"-Jens davon zu überzeugen, dass sie ihn "sehr mag". Bevor es allerdings zu weiteren Verzweiflungstaten kommen kann, erinnert sich Arnos Tochter schlagartig an ihren eigenen Nachwuchs – das ist ja fast so schlimm wie weiland "Arno und die Kinder"! Außerdem muss sie morgen fit sein (um für die lieben gar-nicht-so-Kleinen das Frühstück herzurichten?) und wimmelt deshalb Klein-Jens' überschäumende Avancen mit dem Klassiker "Ich ruf dich an" ab.
Da ist der Coming-Out-Ratgeber schon viel spannender: "Meine erste große Liebe war unsere Sportlehrerin in der 12. Klasse." Klischees, irgendwer? Susanne blickt kurz auf und denkt wahrscheinlich an ihre Sportlehrerin in der 12. Klasse. Sie schüttelt den Kopf und widmet sich dem nächsten Eintrag, der von einer mehrmals verheirateten Frau stammt, die spät entdeckt hat, dass sie für Frauen mehr empfindet. "Bingo!" denkt Susanne, doch einer ihrer Sprößlinge poltert in die Küche, was mal wieder dazu führt, dass sie das Buch schwungvoll in ihrer Handtasche verschwinden lässt. Weitere Versuche, mit der abgelenkten Susanne Konversation zu betreiben, werden von einem dringenden Anruf unterbrochen. Cecile will "mal nur unter Frauen sein" (das nächste Lesben-Frühlings-Treffen kommt bestimmt!) und lädt deswegen Susanne zu einem Brunch ein. Die akzeptiert freudig.
Susannes bisheriges Verhalten hat keinerlei Auswirkungen, im Gegenteil hat sie jetzt schon die "Küßchen, Küßchen"-Stufe sowohl bei Nathalie als auch Cecile erreicht. Bevor sie mit ihren Sektgläsern anstoßen können, erhält Cecile einen Anruf von ihrem Scheidungsanwalt, was das Gespräch auf Scheidungen, Trennungen und Zweifel bringt. Schließlich prosten sie sich doch noch zu: "Auf uns!".
Der Sektkonsum hat wohl schon ein paar der nicht gerade üppig vorhandenen Gehirnzellen vernichtet, denn als wir die feuchtfröhliche Runde das nächste Mal wiedersehen, üben sie sich gerade darin, uralte Klischees über Männer aufzuwärmen. Cecile fühlt sich bemüßigt, ein leicht beschwipstes "Manchmal wünschte ich, ich würde auf Frauen stehen" ins Gespräch zu werfen, woraufhin sich sofort Susannes Antennen aufstellen. "Meinst du, das wäre leichter?" fragt sie Cecile, die schulterzuckend antwortet, da wisse man wenigstens, woran man sei. Susannes folgende, schwer zu dechiffrierende Bemerkung "Manchmal frage ich mich das auch" entlockt Goldlöckchen und Schneewittchen ein heftiges Stirnrunzeln, bis sie stotternd noch etwas halbwegs plausibles hinzufügt. Auf Nathalies wahrscheinlich rhetorische Frage nach einem Leben ohne Männer ist Susanne schon dabei, aus dem Nähkästchen zu plaudern, als The Face an der Tür klingelt und von seinen lieben Mitbewohnerinnen eine Menge Hohn und Spott über sich ergehen lassen muss.
Im folgenden Gespräch gibt Susanne zu, wie schrecklich nervig ihre Tochter ist: "Lisa und Liebeskummer, das ist noch viel schlimmer!". Nathalie findet viel interessanter, was Susanne vorher sagen wollte, bevor sie unterbrochen wurden. Als kleine Gedächtnisstütze erinnert sie Cecile an das Thema: "Männer und Frauen". Wohl eher "Frauen und Frauen". Lange Rede, kurzer Sinn, Susanne erfindet (?) einen Sextraum mit einer Frau, von dem wir noch nichts gesehen haben (der Fast-Kuss mit Carla zählt wohl kaum). Das sei auch der Grund dafür, warum sie das vorher schmählich geleugnete Buch über, Zitat Nathalie die Kluge, "lesbische Coming-Outs", lesen würde – sie erhofft sich Klarheit über ihre seltsamen Fantasien, weil sie "doch eigentlich hetero" sei. Und die Betonung liegt hier auf "eigentlich"! Cecile findet das nicht weiter bemerkenswert, sie habe auch mal vom Sex mit einer Freundin geträumt und sei trotzdem noch hetero. Was nicht ist, kann ja noch werden.
Nach dem Brunch wird Susanne von Klein-Jens abgeholt, den sie mit einem Schmatzer auf die Backe begrüßt. Ihm schwant unbestimmtes, als Susanne nicht über die Gesprächsthemen der Damenrunde reden möchte, doch sobald sie vorschlägt, zu ihm nach Hause zu fahren, sind alle Zweifel wie weggewischt.
Holter-die-Polter
Was bisher geschah: Susi versucht, sich mit einer Schlaftablette von Mann von Carla abzulenken, was ja nicht funktionieren kann.
In Kürze: Durch Vermittlung von ausgerechnet Klein-Jens kommen sich Carla und Susanne wieder näher.
Klein-Jens muss wegen eines Drehbuchvorfalls vorübergehend in ein Zimmer der einzigen Pension in Köln/Düsseldorf umziehen, wo Susanne gleich mal die Härte des Bettes prüft. Von ihrem verlockenden Angebot, es auch auszuprobieren, mach Klein-Jens keinen Gebrauch sondern verärgert seine Herzensdame damit, dass er ankündigt, ein Bewerbungsgespräch für einen Posten in der Lahnstein-Holding zu haben. Wie es der Zufall will, führt dieses Gespräch niemand anderes als Carla höchstselbst, was die verknallte Susanne scheinbar gehässig kommentiert. Selbst Klein-Jens fällt auf, dass seine Freundin immer ziemlich heftig reagiert, sobald von der Gräfin die Rede ist, doch wieder einmal stellt Susanne energisch eine Behauptung in den Raum, die ruhig angezweifelt werden darf: "Carla von Lahnstein ist mir vollkommen egal!". Na klar, deswegen fällst du auch fast in Ohnmacht, wenn du sie triffst!
Das Bewerbungsgespräch von Klein-Jens läuft ganz hervorragend, was wohl leider heißt, dass wir diese Schlaftablette von Pseudo-Liebhaber weiterhin ertragen müssen. Natürlich kommen die beiden nicht um das leidige Thema Susanne herum: "Aus mir unverständlichen Gründen hat sie irgendein Problem mit mir", seufzt Carla und versucht aus mir unverständlichen Gründen, diesen Zustand dadurch zu ändern, dass sie den frischgebackenen Investmentbanker und seine taxifahrende Freundin zum Polterabend von Leo und Silkä einlädt. Klein-Jens nimmt die Einladung "freudig" an.
Im No Limits stellt Susanne sich entweder absichtlich dumm zu erraten, wer ihr von hinten die Augen zuhält, oder aber Klein-Jens sollte sich Sorgen machen. Ihre gute Laune verfliegt schnell, als ihr Pseudo-Freund erzählt, dass er den Job so gut wie in der Tasche hat und Sekt ordert. Für ihr angebliches Desinteresse fragt Susanne ganz schön viel danach, wie sich Carla so verhalten habe und erhält die für sie unbefriedigende Antwort, dass sei das beste Bewerbungsgespräch gewesen, das Klein-Jens je geführt habe. Sie schiebt es auf Glück, er auf Carlas durchaus vorhandenes sympathisches Wesen, und für einen Moment klingt es fast so, als wäre es Klein-Jens und nicht Susanne, die demnächst einem Lahnstein eine Liebeserklärung machen wird. Das ändert sich schlagartig, als Arnos Tochter von der Einladung zum Polterabend erfährt und als erstes hocherfreut "Mich auch?" fragt. Wie war das mit der Zurückhaltung? Klein-Jens grinst schelmisch bzw. war das wohl die Drehbuchanweisung, und verkündet, dass Carla sich sehr freuen würde, Susanne ein zweites Mal richtig kennen zu lernen. Die blockt halbherzig ab, lässt sich im Endeffekt jedoch breit schlagen, mit nach Königsbrunn zu kommen.
Dort stehen Leo und Silkä hinter einem großen Haufen zerbrochenen Geschirrs und begrüßen die Gäste, während Süffisansgar seinen Charme spielen lässt und Susanne nahe legt, ihr Taxi vor der Auffahrt zu parken. Die Rettung naht in Gestalt von Carla, die ihrem Bruder Paroli bietet und ihn verscheucht. In diesem Moment könnte Susanne jedem Honigkuchenpferd spielend Konkurrenz machen, so freut sie sich, dass sie und ihr Begleiter "zu Carla gehören".
Johannes fühlt sich bemüßigt, eine Rede zu halten, über Hochzeit und Liebe und so weiter. Bei seinen Ausführungen über die Liebe, die das stärkste Gefühl von allen sei, blickt Susanne sehnsüchtig Carla an, die nicht ganz so verzaubert zurückblickt. Auch während Susanne an ihrem Strohhalm nuckelt, wandert ihr Blick zu Carla hinüber, wovon Klein-Jens nichts mitbekommt.
Später, der Polterabend ist in vollem Gange und Klein-Jens zapft sich gerade einen weiteren Drink, wendet sich das Gespräch unweigerlich wieder Carla zu, von der Susanne plötzlich in den höchsten Tönen schwärmt. Es sollte eine Regel sein, sich bevor man über andere Anwesende spricht, erst einmal umzusehen, ob sie nicht zufällig hinter einem stehen, denn in Susannes Fall beträgt die Wahrscheinlichkeit für dieses Ereignis satte 100%. "Danke für die Blumen" flötet die Gelobte denn auch, woraufhin sich Susanne, nahe einem SAP, in Lichtgeschwindigkeit umdreht und ihr mal wieder alle Gesichtszüge entgleiten. Mit ihrer Contenance ist es vollends vorbei, als die Angebetete sich vorbeugt, um ihr mit einem "Ich bin immer noch Carla" ein Küßchen auf die Backe zu geben. Hastig erinnert sich Susanne daran, wie sie heißt und dass man mit Gläser anstoßen kann, jedoch nur gerade so: die mit großen Schritten nahende Ohnmacht macht sich bereits bemerkbar, als sie atemlos ihren Namen haucht und sich dann verzweifelt an ihrem Drink festklammert. Hoffentlich kann sich Carla an den Erste-Hilfe-Kurs erinnern!
Entscheidungen, Entscheidungen
Was bisher geschah: Nach Startschwierigkeiten verstehen sich Carla und Susanne endlich besser.
In Kürze: Carlas Friedenangebot stürzt Susi erneut und dieses Mal bis zum Äußersten gehend in Klein-Jens ahnungslose Arme.
Wir befinden uns immer noch auf dem Polterabend von Leo und Silkä. Carla ist inzwischen dazu übergegangen, höchst peinlich zusammen mit Klein-Jens das Tanzbein zu schwingen, wobei sie von einer verliebten Susanne beobachtet wird. Das fällt auch Goldlöckchen auf, die sich nur kurz verabschieden will, jedoch erst nach Klein-Jens fragt, von dem sie naiverweise annimmt, er wäre das Ziel von Susannes Schwärmerei. Während die einzige Taxifahrerin dieser Veranstaltung versucht, ihrer Begeisterung über die Ehrlichkeit ihres ach so tollen Pseudo-Freundes Ausdruck zu verleihen, bedeutet Nathalie durch einige überkandidelte Gesten, dass sie gedenke zu gehen. Daraufhin schraubt sich Carla aus einem schmerzhaft aussehenden Tanzschritt und kommt enttäuscht herüber.
Goldlöckchen möchte noch kurz auf der wohl einsamsten Geburtstagsfeier von Köln/Düsseldorf, nämlich der ihrer Mitbewohnerin Cecile de Moron, vorbeischauen und ist dabei, sich winkend zu verabschieden, als Klein-Jens eine Digitalkamera zückt und um ein Photo bittet. Nathalie legt willig ihren Kopf an Susannes, entfleucht dann aber endgültig in Richtung WG. Klein-Jens leidet am "Meine Digitalkamera ist neu!"-Syndrom und scheucht deswegen Carla an Susannes Seite, um noch ein Bild zu knipsen. Wie in solchen Fällen üblich, sollen sie "etwas näher zusammen" rücken, woraufhin Carla kurzerhand ihre Hände auf die Schultern ihrer (unfrei)willigen Partnerin legt und brav dem Befehl "Lächeln!" folgt. Und weil's so schön war, gleich noch mal. Bevor Klein-Jens aber noch ein weiteres Portrait fordern kann, schützt Susanne Kälte vor und beschließt, rein zu gehen. Im Schlepptau hat sie einen kichernden Jens, der sich schon fast biegt vor Lachen beim Betrachten der Bilder, die er gerade geschossen hat. Susannes Kaninchenblick müsste auch wirklich kolossal sein...
Drinnen klebt Susanne praktisch an Carlas Hüfte. Dieses Mal wollen sie darauf anstoßen, sich "endlich von einer besseren Seite" kennen zu lernen. In Susannes Fall heißt das wohl, von einer Seite bei der sie tatsächlich etwas sagt. Sie scheint sich drauf zu freuen, denn ihr Lächeln könnte gewissen Katzen aus gewissen Büchern von Lewis Caroll ohne weiteres Konkurrenz machen. Umso erschrockener ist sie, als sie denkt, ihr Handy habe geläutet – was es nicht hat, aber anscheinend war das auch nur ein cleveres Ablenkungsmanöver, um sich Carlas Augen zu entziehen. Das Problem löst sich von selbst, als das Objekt ihrer Begierde jemanden in der Menge entdeckt und sich entschuldigt. Susanne nützt die Gelegenheit, Klein-Jens mit dem Versprechen einer Überraschung nach Hause zu locken.
Wenn die "Überraschung" der weiße BH war, den Susanne unter ihrem Oberteil trägt, dann dürfte sich nur Jens freuen. Der ist momentan sowieso überwältigt von einer urplötzlich sehr an den körperlichen Seiten ihrer Beziehung interessierten Freundin, der es nicht schnell genug gehen kann. Oh mein Gott, er darf sogar den BH aufmachen!
Danach bleibt weder Zeit für Zigarette noch Kuscheln, weil Susanne mal wieder die lieben Kinder eingefallen sind. Radorst und Ken würden Terror schlagen wenn sie rausfänden, dass Mama bei einem anderen Mann war. Zwei Worte: Privat. Leben. Auch du hast eines, selbst wenn du dich in den unpassendsten Momenten daran erinnerst, dass du damals zwei Kinder adoptiert hast. Anscheinend bleibt noch genug Zeit für ein weiteres Nümmerchen, bevor es zu spät wird.
Das ist dann wohl doch geworden, denn Susanne wird an der Branderschen Frühstückstafel launig begrüßt mit "Na, noch spät geworden gestern?". Ja, fast zu spät. Anscheinend hat Klein-Jens sein Spielzeug aus der Hand gegeben, und ich rede hier von der Digitalkamera, weil Susanne so stolz als wäre es ihrer gewesen, Bilder vom Polterabend rumzeigt. Es gibt viele "Ah!"s und "Oh!"s, zumindest bis Radorst, gut gelaunt wie immer, die Küche betritt. Erstens ist sie eifersüchtig auf die Kamera (sie möchte auch unbedingt fotografieren) und zweitens hatte Susanne erstaunlicherweise recht, als sie behauptete, es würde ihren Kinder was ausmachen, wo sie schlafe: Radorst zeigt eine betont kalte Schulter wenn es um ihre Mutter und ihren neuen "Lover" geht. Ernüchtert von soviel Teenagerweltschmerz verstummt die vorher fröhliche Runde, nur Ken macht seinem Namen keine Ehre und rät Susanne sehr richtig, sie solle sich nicht um ihre pubertierende Tochter, sondern um sich selber kümmern. Damit fängt sie auch gleich an, als sie am Telefon Klein-Jens in Rekordgeschwindigkeit absägt. Wow, das waren aber schmerzhafte 20 Sekunden für ihren mit sofortiger Wirkung Ex-Freund! Etwas aufgeheitert wird sie von Ken, der mit der Kamera in der Hand plötzlich neben ihr steht und mit Blick auf das bemühte CaSu-Portrait meint: "Das Photo hier ist schön. Da strahlst du so." Und du schaust in eine komplett andere Richtung. Aber was Kaninchenblicke angeht, ist es ein erstaunlich schmeichelhaftes Bild geworden. Susanne sieht das ähnlich, als sie sinnend das gemeinsame Portrait (=Carla) betrachtet und dann auf das Telefon (=Klein-Jens) blickt. Die Qual der Wahl...
Meine peinliche Familie und ich
Was bisher geschah: Susanne und Carla können miteinander reden, ohne das jemand von ihnen in Ohnmacht fällt oder wütend davon rennt.
In Kürze: Adel verpflichtet zu nichts: die Probleme der Lahnsteins sind ganz ähnlich denen im Hause Brandner, wie unser zukünftiges Traumpaar feststellen muss.
Susi hat Ärger mit Radorst, die erst behauptet, mit Luca geschlafen zu haben, in Anbetracht eines Schwangerschaftstest dann aber doch mit der Wahrheit herausrückt - außer Spesen nichts gewesen. Für ca. 2 Sekunden ist Susanne besorgt, dann verschiebt sie etwaige Erziehungsversuche auf "später".
Nach der geplatzten Hochzeit von Leo & Silkä sind alle Lahnsteins (abgesehen von Süffisansgar vielleicht, der sich königlich zu amüsieren scheint) etwas gereizt. Wie gereizt, muss Constantin erfahren, als er vollkommen unelegant vor Carlas Augen einen Strafzettel verschwinden zu lassen versucht. Sie hält ihm eine gehörige Strafpredigt über den Wert von "Ehrlichkeit" in dieser Familie.
Später trifft Carla zufällig auf eine grübelnde Susi, die wie üblich von einem Ohr zum anderen grinst, als die gräfliche Dame fragt, ob sie noch "frei" sei. Jetzt, wo sie Klein-Jens angeblich wegen "den Kindern" erst mal in die Wüste geschickt hat, kann man das wohl behaupten. In Susannes Taxi findet Carla einen BILD-Klon, der auf der Titelseite in Riesenbuchstaben die verhinderte Trauung auf Schloß Königsbrunn zum Thema hat. Aus welchen Gründen auch immer lässt sich Carla breitestens darüber aus, wie verkorkst ihre Familie ist, und Susanne nickt andächtig - das kennt sie auch.