Ab in den Süden

South of Nowhere: Spencer & Ashley

Ab in den Süden

von LeMeep

Ein männlicher Umweg


In Kürze: Wie war das mit den Psycho-Spielchen?

Eines schönen Morgens an der Highschool diskutieren Spencer und Ashley gerade ihre Garderobe und was sie aussagt (Ash wahlweise: "Ich bin so scharf, ich spanne dir deine Freundin aus" oder "Ich bin unschuldig, aber ich wäre gerne böse"; Spencer: "Ich bin süß und unschuldig. Wirklich!"), als ein aufgeregter Aiden angejoggt kommt und sie fragt, ob sie auch zu DER Party heute Abend kommen. Ashley sagt sofort ja, Spencer lehnt ab mit der Begründung, dass sie nichts anzuziehen habe – da kann ihr Ash sicher helfen. Ein wenig ungelenkes Flirten zwischen Spence und Aiden folgt, dass ihre Freundin mit einem resoluten "Sei um acht bei mir, dann gehen wir zusammen" beendet wird. Aiden freut sich, Spencer schüttelt den Kopf.

Auf der Suche nach dem perfekten Outift

Wer weiß wie viele Stunden später probieren die beiden in Ashleys Zimmer verschiedene Outfits für die Party an. Das heißt, sie befinden sich halbnackt keinen halben Meter voneinander entfernt und nichts passiert?! Anscheinend sind sie zu sehr damit beschäftigt, über Aiden zu diskutieren, bzw. wie Spencers Beziehung zum EyeCandy aussieht. Ohio-Girl besteht darauf, dass sie nur Freunde seien – diese Sache mit dem Kuss? Nichts als harmloser Spaß, als sie betrunken war. Außerdem wäre da noch die winzigkleine Sache namens "Lesbisch oder nicht", die einer romantischen Beziehung zu Aiden im Wege steht. Ash versucht offensichtlich als Teil eines Plans, den nur sie kennt (und versteht), Spencer dazu zu ermutigen, sich an Aiden ranzumachen solange sie Spaß haben will. "Das dürfte kein Problem sein", sinniert Spencer während Ash ihr Kleid zuschnürt. Die Antwort: "Das ist definitiv das interessanteste, was du je von dir gegeben hast!" Empört dreht sie sich um und fragt halb im Ernst, ob Ashley sie nicht für interessant halte. Bevor sich ihre Freundin aus dieser Affäre ziehen kann, klingelt es an der Tür und Spencer stürzt los, um sie zu öffnen.

Wer sollte es anders sein als der liebe Aiden, der eine in einem Topas-farbenen Kleid steckende Spencer mit Komplimenten überschüttet. Da Ashley sich partout nicht für ein Outfit entscheiden kann, sind die beiden gezwungen solange auf dem Bett Platz zu nehmen, bis Mademoiselle Davies aus den Tiefen ihres begehbaren Kleiderschrankes wieder auftaucht. Von dort aus beobachtet sie grinsend (wtf?), wie sich Spence für die Komplimente mit einem Küsschen auf Aidens Wange bedankt.

Lagebesprechung im Kleiderschrank

Neues Outfit, neues Glück: auch dieses findet keine Gnade, weil es schwarz ist. Und das ist eine echte Tragödie, denn Aiden trägt schon schwarz. Tragödie, fürwahr. Entnervt vom Warten rebelliert der weniger modebewusste Teil des Trios, doch Ashley verschwindet noch einmal, mit Spencer im Schlepptau. Es folgt eine Lagebesprechung im Kleiderschrank. "Bist du dir sicher, dass du Aiden willst?" fragt Ashley leicht verzweifelt. "Warum?" möchte Spencer wissen. "Weil wenn du es nicht bist, ich Interesse hätte." Über die genau Bedeutung dieses Satzes – meint sie Aiden, meint sie Spencer? - könnte man sicher stundenlang diskutieren, doch Ohio-Girl stimmt lieber gleich und vollkommen ungewohnterweise einem spielerischen Wettstreit um den ahnungslosen Mann im Zimmer nebenan zu.

Softporno?!

Die Nacht dürfte inzwischen weit fortgeschritten sein als Ashley endlich mit dem perfekten Outfit auftaucht und bereit ist zu gehen. Aus heiterem Himmel fällt ihr plötzlich ein, was für ein toller Küsser Aiden doch war und probiert es gleich noch mal aus. Spencer ist verstört: "Ash, was machst du da?" Doch dann fällt ihr auf, dass sie vorhin ja gesagt hat zu einer blöden Idee, weswegen sie ihn ebenfalls küsst. "Hey, was ist mit Fräulein Unschuld passiert?" fragt Ashley positiv überrascht. Aiden, der langsam den Eindruck gewonnen hat, er befinde sich im siebten Himmel, will wissen, warum sie überhaupt noch zur Party gehen wollen wenn sie doch hier soviel Spaß haben könnten. Und irgendwie sieht das für mich in diesem Augenblick mehr wie ein schlechter Softporno aus als eine amerikanische Jugendserie.

Das Porno-Gefühl hat sich wieder gelegt, obwohl Aiden immer noch Ashley küsst, unter den ungläubigen Augen Spencers. Er löst sich recht widerwillig aus dem Kuss mit der Entschuldigung, er müsse dringend aufs Klo (Konfirmandenbläsle, hm?) und lässt die beiden Damen kichernd zurück. Sie stellen fest, dass keine von ihnen gesteigertes Interesse an EyeCandy hat und Spencer fragt sich schon, warum sie dann überhaupt dieses ganze Knutschfest veranstaltet haben. "Ich wollte nur mit ihm spielen", meint Ash schon fast stolz. "Und mit dir." Erstaunlicherweise fällt Spencer dazu nichts anderes ein als "Nett!". Bei mir würden spätestens jetzt alle Alarmglocken läuten, doch tatsächlich lässt sich Ohio-Girl dazu hinreißen, einzugestehen, dass sie beim küssen an Ashley denken musste. "Wirklich? Ich auch!" freut sich Ash. Du denkst also an dich selbst, ja?

Der unterbrochene Fast-Kuss

Dieses Geständnis ermutigt Mademoiselle Davies dazu, sich vorzulehnen und einen Kuss zu planen. Doch bevor sie alle Zweifel Spencers ausgeräumt hat, meldet sich lautstark Aiden zu Wort: "Das ist so heiß!" Argh! Geh! Weg! Spence und Ashley freuen sich genau so über sein Auftreten wie wir alle. Wenn Blicke töten könnten, würde Aiden jetzt mit dem Gesicht nach unten im Pool treiben. Er macht wieder ein paar Punkte wett, indem er anbietet zu gehen. Ashs Blick schreit "JA!", aber Spencer überrascht sie und meint statt dessen, sie müsse jetzt gehen. "Ich kann nicht. Nicht so", verabschiedet sie sich hastig von einer unenthusiastischen Ashley. Die ist wirklich nahe dran, Aiden den Hals umzudrehen, läuft aber nicht, wie es sich gehören würde, hinter dem Objekt ihrer Begierde her. Dummes Mädchen!

Spencer lässt sich von ihrem älteren Bruder heimfahren, der natürlich wissen will, was los war. "Hat sich jemand daneben benommen?" - "Nein, niemand. Nur ich selbst. Ich hab's vermasselt", erklärt Spencer unglücklich.

Vielen Dank, Aiden!

Im Zeitalter der modernen Kommunikation reicht es anscheinend, der Angebeteten nicht mehr nachzulaufen, sondern sie anzurufen. Selbiges tut Ashley, aber es scheint als wäre Spencer am anderen Ende der Leitung recht wortkarg, so dass das Gespräch eher kurz ausfällt. Für eine Millisekunde kümmert sich Aiden um Spencers Wohlergehen, dann fragt er allen Ernstes, ob man nicht noch auf Party gehen könnte. Ashleys Laune wandelt sich innerhalb eines Wimpernschlags von angesäuert zu fröhlich grinsend, und sie lädt Toyboy statt dessen ein, mit ihr schwimmen zu gehen. Hormongesteuert wie er ist, sagt Aiden dazu sicher nicht nein.

z u r ü c k | Fortsetzung folgt!

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