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DykesVision / TV-Serien / Marienhof / Babette & Andrea

von Ivanova


Schema-L zum Ersten

Marienhof: Babette & Andrea



Inzwischen hielt Andrea Süßkind (Leonore Capell) Einzug in den Marienhof, eine biedere Arbeitsamtsangestellte mit der Neigung, ihre üppigen Formen in zu enge und weitausgeschnittene Klamotten zu zwängen. Nachdem sie ihre lange verdrängte Mißbrauchsgeschichte aufgedeckt hatte, ging sie mit Marco Busch eine Beziehung ein, anstatt ihren Kleidungsstil zu ändern. Irgendwann begann sie, sich näher mit Babette anzufreunden.

Die Lesbe an sich ist ja bekanntlich subtexterprobt und wurde daher sehr hellhörig, als Frau Busch, Schwiegermutter in spe, eines Tages zu Andrea meinte, sie und Babette hätten am Vorabend ja großartig miteinander Tango getanzt...

Und richtig, es kam, was kommen mußte. Die Lesbe (genauer gesagt, Bisexuelle) baggerte die bisher-nur-Hete an, komme, was da wolle. Natürlich erlag Andrea irgendwann in einer schwachen Stunde, und dann begann ein schier endlos erscheinendes Hin und Her. Das Leid, das nach Schema L umgehend folgt, wenn frau sich in frau verliebt, war in diesem Falle so unendlich (und nervtötend), daß sich selbst geneigte ZuschauerInnen fragen mußten: Wofür um Himmels willen der ganze Aufstand, wenn's eh nur Frust bringt? In diesem Fall gingen die Dramen bis hin zum Suizidversuch (Babette) und Ohnmachtsanfall vorm Traualtar (Andrea): Diese Storyline ließ buchstäblich keine der Goldenen Regeln für Storyliner aus.


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