von Ivanova

Frauen im Frisiersalon

Lindenstraße, zum Vierten:
Tanja & Suzanne

Tanja und Suzanne


~ 7: Auf der Flucht ~
(980: Kerzen)

In Kürze: Tanja geht Franziska aus dem Weg, will aber auch noch nicht mit Suzanne über das Buch reden. Urszula trifft eine personelle Entscheidung.


I. Lotti ist ein Guter

Franzi bittet um Rat

Tanja pirscht sich morgens an die WG-Küche heran, öffnet die Tür einen Spalt und sieht Franziska und Urszula am Tisch sitzen. Erstere fragt um Rat wegen Tanja: "Was mach' ich nur?" Die Polin erwidert: "Vielleicht musst du einfach akzeptieren, dass-" Doch die Verlassene fällt ihr ins Wort: Sie mag sich nicht mit der Trennung abfinden und findet alles schrecklich unfair. Als Tanja die Tür leise wieder von außen schließt, springt Franzi auf. "War sie das?" Urszula hält sie zurück: "Franziska, jetzt lass' sie! Du machst es auch nicht besser, wenn du ihr ständig hinterherläufst."

Bei der gemeinsamen Ankunft im Salon vertraut Tanja Urszula an, dass sie ihrer Ex-Freundin im Moment am liebsten gar nicht begegnen würde, es tue jedes Mal weh. Urszula gibt zu bedenken, dass sie sich nicht ewig vor ihr verstecken könne.

Ute bildet sich weiter

Da müssen die beiden feststellen, dass Ute noch keinerlei vorbereitende Arbeiten erledigt hat, sondern seelenruhig in einer Zeitschrift blättert - aus Protest gegen die erneute Verspätung ihrer Kolleginnen, wie sie verkündet. Urszula wendet ein, sie lasse Ute an solchen Tagen dafür immer früher gehen, doch Ute geht es "ums Prinzip", und außerdem habe sie das "ganze Herz-Schmerz-Getue" satt. Verärgert zieht sich Urszula mit Tanja in den hinteren Bereich des Ladens zurück und will wissen, was sie von der Idee hält, Ute zu feuern und Lotti einzustellen. "Das wäre der erste Lichtblick seit langem!" findet ihre Freundin.

Carsten, Urszula, Käthe

In ihrer Mittagspause begibt sich die Salonchefin ins Akropolis, wo Carsten und Käthe speisen, um nähere Erkundigungen über den Maskenbildner einzuziehen. Käthe lobt ihn in den höchsten Tönen: Lotti sei "unheimlich professionell" und "ein herzensguter Mensch" - eben "ein Guter". Carsten hingegen - offenbar der Einzige, der bezüglich Lotti noch klar denken kann - weist sie auf ihre soziale Verantwortung als Arbeitgeberin hin; sie aber meint lapidar, mit ihren Qualifikationen werde Ute schon sofort einen neuen Job finden. Weiteren Bedenken seinerseits begegnet Käthe mit dem "Vorwurf", Carsten möge es nur nicht, wie sich Lotti reingedrängt habe, weil er den Maskenbildner nicht leiden könne.


II. Die Göttin des Dramas

Frau Scholz mag Tanja

Im Salon lässt sich später Frau Scholz von Ute einen Termin geben. "Ist das Fräulein Schildknecht nicht da?" will sie wissen. "Nein, das Fräulein Schildknecht ist seit zwei Stunden in der Mittagspause!" teilt Ute ihr süffisant mit und fragt, ob sie denn wirklich einen Termin bei der wolle, schließlich habe sie ihr schon mal die Haare verbrannt. Die alte Dame erwidert zuckersüß, seither habe Tanja sie viele Male erfolgreich frisiert. "Und außerdem ist mir die Nettigkeit des Fräulein Schildknecht sehr viel lieber als Ihre Gehässigkeit, junge Frau!" flötet sie abschließend.

Urszula feuert Ute

Als sie gegangen ist, nimmt Urszula, die sich die Szene ungläubig angeschaut hat, Ute beiseite und spricht ihr voller Zorn die Kündigung aus. "Das ist ja wohl unverschämt!" empört sich Ute. "Die Tanja erlaubt sich ein Ding nach dem anderen, und wenn ich einmal die Wahrheit sage-" Doch Urszula bleibt dabei. "Und wenn dich meine Entscheidung seelisch belastet, kannst du dir gern den Rest des Tages freinehmen - da bin ich tolerant, wie du weißt!"

Tanja lernt Lotti kennen

Am Nachmittag kommt Käthe mit Lotti im Schlepptau vorbei, um ihn Tanja vorzustellen und ihm den Salon zu zeigen. Lotti nennt die abwesende Ute "den kleinen Drachen", findet den Salon "schmuck" und begrüßt Tanja mit dem begeisterten Ausruf: "Du bist die Göttin des Dramas!" - "Was?" - "Ich weiß alles über dich, Schätzchen, ich bin dein größter Fan! Wie du die Frauenherzen zerquetschst, oh mein Gott!" seufzt er lustvoll. Weil er ein herzensguter Mensch ist, der Lotti.

Lotti auf der Schleimspur in arglose Friseurinnenherzen

Anstatt ihn für seine plumpen Vertraulichkeiten sowie den bedenklichen Mangel an Empathie zu rügen, meint Tanja nur, da sei er aber der Einzige, dem das gefalle. Sie scheint sich auch nicht weiter darüber zu wundern, dass ihre Freunde ihr Privatleben herumtratschen. Er beglückt sie noch mit der Weisheit, es werde immer alles gut am Ende (das dürfte Maja derzeit brennend interessieren), woraufhin sich die Friseurinnen spontan einig sind, dass er prima zu ihnen passt, und ihn gar mit Küsschen überschütten. Wer sind diese Außerirdischen, und was haben sie mit den echten Friseurinnen gemacht?!


III. Möglichkeiten

Tanja und Urszula feiern

Abends feiern Tanja und Urszula den Personalwechsel bei einem Glas Sekt. Da der neue Kollege sich auch mit Make-Up, Maniküre und Gesichtsmasken auskennt, überlegt Urszula, ihr Angebot in Zukunft zu erweitern. Außerdem könne Tanja, die ja einmal Maskenbildnerin werden wollte, dies alles von ihm lernen. "Lotti gibt uns ganz viel mehr Möglichkeiten!"

Franziska öffnet ihrer baldigen Nachfolgerin die Tür

Es klingelt. Franziska öffnet die Tür - und findet Suzanne vor, die überrascht grüßt: "Oh - hallo!" Franziska starrt sie nur feindselig an. "Ich... wollte eigentlich mit Tanja sprechen." - "Das denk' ich mir schon, dass du nicht zu mir willst!" lautet die kühle Antwort. Tanja kommt dazu und freut sich offensichtlich, Suzanne zu sehen.

Suzanne will über das Buch reden

Diese erklärt: "Ich weiß, du hast gesagt, wir... wir sollen uns erst mal nich' sehen, aber es gibt noch'n paar Sachen zu besprechen, wegen des Buchprojektes..." - "Ich weiß. Hat das nicht noch ein Bisschen Zeit?" Enttäuscht lässt Suzanne den Kopf hängen, während Tanja, nun ebenfalls ein Opfer des Halbsatzsyndroms, fortfährt: "Im Moment, da - versteh' das jetzt nicht falsch, ich -" Sie ergreift Suzannes Hand und streichelt sie. "Es kommen ja auch wieder andere Zeiten." Die Lektorin seufzt tief. "Na gut, dann... geh' ich wohl besser wieder..." Und das tut sie dann auch schweren Herzens - vermutlich zu Nina, um sie zu fragen, was sie machen soll. Mit 'ner Frau.

Franzi ist eifersüchtig

Tanja schließt gedankenverloren die Tür hinter ihr und wird sich erst dann der fortdauernden Anwesenheit ihrer früheren Freundin bewusst, die die Interaktion genau beobachtet hat. "Seid ihr jetzt zusammen?" fragt sie eifersüchtig. "Nein. Du hast doch gesehen, ich hab' sie weggeschickt." - "Ich hab' auch noch was anderes gesehen!" erwidert Franziska traurig. Tanja blickt sie nur schweigend an und begibt sich schließlich zurück in die Küche.


Wann werden sich Tanja und Süzi wiedersehen, um endlich wieder nicht über das Buch zu reden? Wieso wird Suzanne ein Déjà Vu haben? Und was hat Tanja eigentlich so lange in ihrer Mittagspause gemacht? Fortsetzung folgt!

Tröstender Händedruck

z u r ü c k | w e i t e r

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