von Ivanova
Frauen im Frisiersalon
Lindenstraße, zum Vierten:
Tanja & Suzanne
~ 5b: Die Stunde der Wahrheit ~
(978: Könige)
In Kürze: Tanja leugnet weiterhin ihre Gefühle für Suzanne, doch es kommt erneut zu einem Kuss. Schließlich trifft sie eine Entscheidung...
II. Nichts, aber auch gar nichts
Nein, das kann sie nicht. "Ist es wegen Suzanne? O Gott..." murmelt Franzi, als ihr die Tragweite von Tanjas Entscheidung bewusst wird. "Franziska..." - "Du hast was mit ihr, ich hab's doch gewusst!" Tanja streitet dies erneut ab. "Schwör' mir, dass es nichts, aber auch gar nichts mit Suzanne zu tun hat!" insistiert ihre baldige Ex-Freundin. "Hör mir doch erst mal zu!" ruft Tanja entnervt. "Hab' schon verstanden, danke! - Lass' mich!" Mit diesen Worten zieht sich Franziska auf ihr Zimmer zurück und verschließt die Tür.
Tanja hämmert gegen die Tür und fordert lautstark: "Franziska, jetzt mach' doch die Tür auf!" Das Telefon klingelt. "Franziska, das ist albern! Franziska!" Schließlich nimmt sie den Hörer ab und meldet sich mit einem sehr unfreundlichen "Schildknecht! Scheiße, ja!" Es ist Urszula, wohl um zu fragen, wo sie bleibt, doch Tanja bekundet, sie könne jetzt nicht arbeiten. Mittlerweile kommt Franziska endlich aus ihrem Zimmer: "Wie lang geht das schon mit der?" Tanja bleibt unbeirrt bei ihrem kreativen Umgang mit der Wahrheit: "Was? Nichts geht!"

"Kannst du bitte mal für eine Sekunde Suzanne da rauslassen?" - "Ich hab sie nicht da rein gebracht!" Wo Franzi recht hat, hat sie recht. "Merkst du eigentlich, wie kalt du bist? Du bist grad' dabei, unsere Beziehung - unsere dreijährige Beziehung in die Tonne zu treten!" (Die Beziehung, die selten zu deinen Prioritäten gehörte, meinst du die, Franzi? Nebenbei, für viele von uns waren es drei verdammt lange Jahre!) Das Als das Telefon erneut klingelt, stöpselt Tanja es kurzerhand aus. Franziska versichert sie, das Ganze falle ihr doch auch nicht leicht. "Ich hab' dich lieb..." - "Lieb hast du mich, ja? Was ist eigentlich aus 'ich liebe dich' geworden?" Tanja lässt den Kopf hängen. "Ich weiß es nicht." Franziskas Augen füllen sich mit Tränen.
III. Zu viel

Auf der Suche nach ihrer abtrünnigen Mitarbeiterin betritt Urszula die Wohnung, klopft bei Franzi an und will wissen, was los sei. "Tanja betrügt mich mit Suzanne! Wusstest du davon?" Die Polin fällt aus allen Wolken. Es ist ja nicht so, als ob Tanja und Süzi wochenlang vor aller Augen herumgeschäkert hätten... Oh, Moment, das haben sie doch! Na, egal. "Stimmt das?" will sie von Tanja wissen. als die ihren Kopf aus ihrem Zimmer steckt. "Nein", behauptet Tanja nach kurzer Verzögerungstaktik. "Du Feigling!" schimpft Franzi und zieht sich auf ihr Zimmer zurück. Urszula seufzt. "Was ist los?" Tanja schüttelt nur den Kopf und verlässt die Wohnung.

Auf dem Nachhauseweg trifft Suzanne Tanja vor ihrem Haus an. "Hast du auf mich gewartet?" Tanja nickt. "Na, dann komm rein!" - "Nein." - "Nein?" Tanja studiert ausgiebig den Asphalt zu ihren Füßen. "Ich wollte dir nur kurz was sagen. Ich beende meine Beziehung zu Franziska. Ich mach' das nicht wegen dir...." Sie blickt auf und lächelt ein wenig. "Nicht nur." (Suzanne lächelt zaghaft hoffnungsvoll zurück.) "Auf jeden Fall brauch' ich Distanz... von dir. Deswegen sollten wir uns 'ne Weile nicht sehen." Sie müsse erst mal die Trennung allein verarbeiten. "Entschuldige." Damit geht sie von dannen und lässt Suzanne tieftraurig zurück.
Am Abend klagt sie Nina ihr Leid und fragt sie mal wieder: "Was soll ich denn machen?" Sie habe das Gefühl, sie habe Tanjas Beziehung zerstört. Nina wendet ein: "Die werden sich doch nicht deinetwegen trennen, die haben ganz andere Probleme." Schon, findet Suzanne, aber die hätten sie auch vorher immer gehabt, und sie hätten sich immer wieder gefangen. "Es ist diesmal anders, weil ich da bin." Hätte sie sich nicht "eingemischt", gäbe es das ganze Chaos nicht. "Na, und wenn schon - was kannst du denn dafür, in wen du dich verliebst?"
Endlich kommt Suzanne zu ihrem eigentlichen Problem: "Also wenn Tanja sich von Franziska trennt und dann irgendwann vor mir steht, was soll ich denn dann machen, 'ne Beziehung mit 'ner Frau führen?!"
Nina erinnert sie daran, dass sie noch vorhin gejammert habe, Tanja fast zu verlieren sei das Allerschlimmste überhaupt gewesen. Und sie habe nicht den Eindruck, als mache es einen großen Unterschied, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handle. Nach einer kurzen Unterbrechung durch Klaus erlärt Suzanne unbeirrt: "Verstehst du, mir ist das einfach alles zu viel, ich kann das nicht!"
"Suzanne, ich weiß, dass das nicht leicht ist. Aber du kannst jetzt sowieso nur abwarten." Nina setzt hinzu, Tanja ergehe es sicher nicht besser.
Als diese spät nach Hause kommt, findet sie Urszula in der Küche vor und fragt nach Franziska. Urszula berichtet, sie schlafe jetzt hoffentlich, vorher habe sie "ewig geweint". "Tut mir leid, dass ich nicht mit dir geredet hab'. Es ist einfach alles zu viel", bekennt der frisch gebackene Single.
"Das hab' ich auch gemerkt, aber leider erst heute. Ich bin für dich da, wenn du mich brauchst." - "Danke", seufzt Tanja erleichtert. Aber jetzt müsse sie allein sein. "Wir reden morgen, ja?" Sie geht auf ihr Zimmer, wo sie ihren Tränen freien Lauf lässt und schluchzt: "Es tut mir so leid, Franziska!" Diese sitzt im Nebenzimmer auf ihrer eigenen Bettstatt und weint ebenfalls bitterlich.
Doch morgen - nun ja, nächste Woche - ist ein neuer (Donners-) Tag!
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