von Ivanova

Frauen im Frisiersalon

Lindenstraße, zum Vierten:
Tanja & Suzanne

Carsten to the rescue!

~ 16: Der Arzt, dem die Lesben vertrauen ~
(1009: Selbstbetrug)

In Kürze: Suzanne wird ihren rätselhaften Ausschlag nicht los und fürchtet sich vor der Buchpräsentation. Carsten und Nina reden ihr ins Gewissen.

Was bisher geschah: Urszula erwog, den Salon nach ihrer Heirat aufzugeben. Lotti und Tanja beschlossen, ihn zu übernehmen. Suzannes Ausschlag wurde schlimmer. Käthes und Carstens Sohn Felix führte ein okkultes Ritual durch, bei dem seine Freundin sein HIV-infiziertes Blut trank.


Carsten, Tanja und Käthe halten ein Schwätzchen

Am Morgen freuen sich Carsten und Käthe, als sie Tanja am Aufzug treffen. Sie berichten, dass das Testergebnis von Felix' Freundin noch nicht vorliege. Sie fragt Käthe nach einem Autogramm für eine Bekannte von Suzanne. Er will wissen, warum Suzanne ihn nicht selber frage. Die habe viel zu tun und außerdem wolle sie nichts mit Soaps zu tun haben, sie lese lieber, erklärt Tanja.

Tanja

Carsten lädt das Paar zu einer "gigantischen Lesben- und Schwulengala" am Freitag ein. Sie seufzt. "Vergiss es." - "Will Suzanne sich immer noch nicht mit dir blicken lassen?" fragt Carsten besorgt. Käthe findet das langsam albern, "um nicht zu sagen zickig". - "Was soll's", meint Tanja resigniert, "ich frag' auf jeden Fall Lotti." Käthe schlägt vor, dass sie alleine mitkommt: "Soll sie doch hübsch langweilig zuhause bleiben und was lesen!"

Suzanne in Carstens Praxis

Im Laufe des Vormittags begibt sich Suzanne in Carstens Praxis, um ein Rezept abzuholen, und hört sich irritiert den Tipp der Sprechstundenhilfe an, es doch mal mit Eigenurin zu probieren. Er bittet sie kurz ins Behandlungszimmer. Sie berichtet, sie habe schon alles versucht, der Ausschlag werde immer schlimmer. sie fühle sich langsam wie ein Monster, und die Hautärzte seien alle Stümper. "Vielleicht können die dir auch gar nicht helfen", erwidert er. "Vielleicht kannst nur du selber dir helfen." Hautkrankheiten hätten häufig psychosomatische Ursachen. "Was soll denn das, bin ich jetzt selbst schuld an dem Stress, den ich habe?"

Suzanne weill sich nicht outen

"Nein, vom Stress rede ich gar nicht. Tanja hat mir erzählt, dass du... dich immer noch nicht outen willst." - "Na und, muss ich das?!" fragt Suzanne defensiv. Er gibt zu bedenken, sie verlange sich damit eine Menge ab. "Du liebst Tanja über alles, aber du willst es nicht zugeben. Du wärst nicht die Einzige, bei der solch ein innerlicher Kampf äußerliche Folgen hätte." Wenn sie beispielsweise etwas an der Leber hätte, würde sie doch auch überlegen, wie sie ihr Leben ändern könnte. "Vielen Dank für die Moralpredigt!" entgegnet Suzanne sarkastisch und geht.

Lotti und Tanja reden

Derweil sitzen Tanja und Lotti im Salon beisammen. Sie erzählt ihm von der Gala. Er will hoffnungsvoll wissen, ob Carsten sie direkt gebeten habe, ihn einzuladen, drückt sich aber so verquast aus, dass er es schließlich aufgibt. "Kommst du auch mit deinem Susi-Geschmusi?" Sie schweigt vielsagend. Er murmelt: "Da sag' ich jetzt mal nix zu..." - "Was soll ich denn machen? Ich kann sie ja nicht zwingen, sich zu outen", erklärt sie und blickt trübsinnig in ihre Tasse.

Lotti, Urszula und Tanja besprechen die Zukunft

Urszula verabschiedet ihre Kundin, setzt sich zu ihnen und bekundet, die Vorstellung, nicht den Rest ihres Lebens im Salon stehen zu müssen, gefalle ihr. Lotti und Tanja schlagen vor, dass sie als Meisterin pro forma das Geschäft weiter führt, wie damals Frau Pavarotti, wenn sie beide den Laden übernehmen. Urszula hält das für eine gute Idee.

Suzanne redet mit Nina

Suzanne stattet Nina einen Besuch ab. Diese versteht nicht, was sie an dem Gespräch mit Carsten so genervt habe. "Vielleicht stimmt ja, was er sagt." - "Mensch, ihr macht es euch alle so einfach!" beschwert sich Suzanne. Psychosomatisch oder nicht, sie wolle einfach nur den "Scheiß-Ausschlag" loswerden. "Wenn ich an die Präsentation nächste Woche denke - kannst du dir vorstellen, wie mir zumute ist, als verpickelter Streuselkuchen vor all den Leuten zu reden?" - "Kommt Tanja auch?" - "Ja - leider! Aber ich hoffe, dass mir noch was einfällt, dass sie zuhause bleibt", gesteht die Lektorin.

Suzanne möchte nicht, dass Tanja zur Präsentation kommt

Nina wundert sich, schließlich sei es Tanja, die alle Infos für das Buch geliefert habe. Doch Suzanne erklärt, ihr würde allein von der Vorstellung übel - wenn man sie zusammen sehe, wüsste doch gleich jeder, was los sei. "Ja, und? Das kannst du nicht bringen..." - "Nina, ich will das einfach nicht, wieso versteht das denn keiner? Ich will nicht öffentlich als Lesbe verschrien werden!" In ihrem alten Verlag habe eine Lesbe gearbeitet, das sei monatelang Tagesgespräch gewesen.

Suzanne fragt sich bestürzt, ob Tanja sie verlassen wird

Nina gibt zu bedenken, es gehe hier um Suzanne, und es sei egal, was die Leute reden. "Und Tanja - glaubst du nicht, dass sie sich allmählich zu Recht beschissen fühlt?" - "Ich möchte nicht, dass alle über meine Sexualität Bescheid wissen!" - "Suzanne, es geht hier nicht um deine Sexualität, es geht um dein Leben! Und um die Liebe. Und wenn du Tanja liebst, dann stehst du auch zu ihr. Und zu dir. Womöglich verlässt sie dich sonst noch!" Und damit geht der Cliffhanger der Folge erneut an eine bestürzt dreinblickende Suzanne.


Fortsetzung folgt.

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