von Ivanova
The L-Word: Liberally
Versuche 2
Francesca begehrt zu wissen, was Marina eigentlich einfällt, vor "diesen Leuten" (charmant...) einen Streit vom Zaun zu brechen und dann das leidende Opfer zu mimen. Marina schweigt passiv-aggressiv vor sich hin. "Möchtest du gerettet werden?" fragt Francesca.- "Vielleicht." - "Von wem? Ich hab' dich bereits gerettet, erinnerst du dich?"
Cheries Mann Steve verlangt von Shane, sich etwas um seine Tochter zu kümmern, die das College abgebrochen hat und auch sonst Probleme macht. Vielleicht komme sie an Clea ran. Und so gehen Clea und Shane Minigolf spielen. Natürlich verfällt Clea sofort dem patentierten Shane-Charme. Wir erfahren bei dieser Gelegenheit, dass Shane nicht bei ihren Eltern aufgewachsen ist und ihre Mutter nur einmal gesehen hat.
Anschließend setzen sie sich unter einen Baum, und Clea erzählt, sie wisse, dass ihre Eltern wüssten, dass sie lesbisch ist. Aber sie will nicht mit ihnen darüber reden - sie seien ihr zu pervers, sie hat mal ein SM-Sexvideo von ihnen gefunden. Shane versucht, Verständnis für sexuell frustrierte SeniorInnen zu wecken. Clea betet Shane förmlich an: "Ich hab' noch nie jemanden wie dich getroffen!" Beinahe kommt es zum Kuss, doch Shane zieht die Notbremse.
Oscar freut sich, dass Tina im "Hauptquartier für Soziale Gerechtigkeit" (das klingt selbst auf Englisch furchtbar) mitmachen will. Sie möchte mit Kindern arbeiten. Als sie mitbekommt, dass die Organisation unter anderem nach belastendem Material über einen Tele-Evangelisten recherchiert, kommt ihr eine Idee. "Habt ihr schon mal was von Fae Buckley gehört?"
Später ruft sie aufgeregt Bette an, sie müsse unbedingt herkommen. Die lässt alles stehen und liegen, reagiert dann aber genervt - ihre eigenen Leute, die Nachforschungen über Buckley anstellen, seien schließlich Profis.
Doch das Video Here Cums the Principal (aus der einleitenden Sexszene) kennt sie noch nicht. In der Hauptrolle: Die 17jährige China, die mit 14 von zuhause weggelaufen ist, weil sie vom Vater missbraucht wurde und ihre Mutter ihr nicht beistand. Chinas wirklicher Name: Cora Buckley - es ist Faes Tochter. Fae hat einen Richter bestochen, um die Akten verschwinden zu lassen. Oscar findet, es ist Zeit, dass die progressiven Kräfte sich derselben Mittel bedienen wie die Rechten: die schmutzigen Geheimnisse des Gegners ans Licht zu bringen.
In einer altmodischen Frauenbar, dem Palms, trifft Jenny auf Dana. Beide sind alleine unterwegs. Dana erklärt, seit den 50ern habe sich die Einrichtung nicht geändert, doch im Grunde sei es wie in jeder andere Bar auch: Man trinke etwas, unterhalte sich mit Leuten, mit denen man nichts gemeinsam habe, und erkenne, wie unwahrscheinlich es sei, jemals wieder die Richtige zu treffen.
Und weil sie keine Falschere finden kann als Jenny, lässt sich Dana von ihr abschleppen. Nach befangenen Konversationsversuchen reißt sich Jenny unvermittelt ihr T-Shirt vom Leib und präsentiert stolz ihre Brüste. Beim folgenden Versuch, intim zu werden, werfen sie ein Getränk um, Dana stößt sich den Kopf, und sie stellen sich generell so an, als hätten sie noch nie im Leben Sex gehabt. Endlich geben sie frustriert auf und sehen ein, dass es eine dumme Idee war. "Vielleicht sollten wir nur Freunde sein oder sowas", meint Dana resigniert.
Shane trifft sich im Planet mit Cherie, die einen kleinen Kaufrausch hinter sich hat ("Ich bin ja sowas von PMS!") und ihr ein silbernes Armband schenken möchte. Shane äußert Skrupel, gleichzeitig mit Steve Geschäfte zu machen und mit Cherie zu schlafen. "Willst du etwa Schluss machen?" fragt Cherie. Das sei nämlich gar keine gute Idee. (Hm, das klingt fast wie eine Drohung, und ich frage mich, ob die Storyline anders geplant war.)

"Fickst du gerne mit mir, Shane?" Shane grinst selig. "Ich liebe es." Eben, findet Cherie. "Steve wird nicht dahinterkommen." (Oje. Wir wissen alle, was es bedeutet, wenn jemand sowas in einer TV-Serie sagt.) Sie nimmt Shanes Hand und führt sie unter den Tisch, dorthin, wo sie keine Unterwäsche trägt. Shane lacht hingerissen. "Du bist verrückt."
2. Showdown

Vor der Live-TV-Debatte geht Tina mit der nervösen Bette noch einmal alle möglichen Fragen durch und baut sie auf. Bette bedankt sich dafür, dass sie sie unterstütze, obwohl sie selbst eine so schwere Zeit durchmache. Ausnahmsweise wirkt sie wirklich liebevoll und wertschätzend. Sie küssen sich. Bette hat die Zustimmung ihres Chefs, das Band zu verwenden, weiß aber noch nicht, ob sie es einsetzen will.
Francesca packt - die Bette/ Buckley-Debatte läuft im Fernsehen - und das Paar beginnt erneut nach bewährtem Muster zu streiten: Marina schmollt wie ein kleines Kind, ihre Partnerin reagiert herablassend. Marinas abschließendes Argument: zwei Gläser Rotwein, die sie Francesca genüsslich in den Koffer schüttet.
Bei der Debatte fährt Buckley harte Geschütze auf, und Bette sieht im Vergleich ziemlich alt aus. Als Fae verkündet, die Werke im CAC seien Pornographie, "und sie ist eine Pornographin!" trifft Bette den Entschluss, das Band einzusetzen. "Ich verstehe, warum Miss Buckley von der Pornoindustrie so angewidert ist, wirklich!" Es sei besonders schlimm für missbrauchte Teenager, die ausgebeutet würden, weil sie vor schrecklichen Familienverhältnissen geflohen seien. (Sie holt das Video hervor und wir sehen in Rückblenden: Weitere Szenen aus dem Porno und die unglückliche Buckley-Tochter auf dem Straßenstrich.) Doch die Kunst im CAC habe damit nichts zu tun.
Der besorgten Bürgerin dämmert, dass sie erledigt ist, und sie holt zu ihrem letzten großen Schlag aus: "Glauben Sie an Gott, Bette? Die Bibel verdammt Homosexualität! Deshalb hat Gott Ihrer lesbischen Geliebten ihr Kind genommen, und das war ein Segen." Weil das Baby nämlich vor ihrem gottlosen Lebensstil bewahrt wurde. Völlig schockiert, bricht Bette in Tränen aus, als ihr der Verlust zum ersten Mal richtig bewusst wird. "Monster!" ruft sie der abrauschenden Buckley noch hinterher, bevor sie dem Gastgeber das Band überreicht.
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