von Ivanova
The L-Word: Liberally
Versuche
In Kürze: Tina versucht, ihre Depression zu überwinden. Shane versucht, Geschäft und Gefühle zu trennen. Jenny und Dana versuchen, Sex zu haben. Bette versucht, nicht zu weinen.
Was bisher geschah: Alice machte mit Lisa Schluss, nachdem sie seine garantiert männliche Nachfolge gesichert hatte. Shane berührte bei der Hollywood-Gattin Cherie nicht nur deren Frisur. Francesca erläuterte Jenny ihre Nutzungsbedingungen für Marina. Tina verlor ihr Baby.
Einleitende Sexszene: San Fernando Valley, letztes Jahr. Ein Pornodreh - zwei Mädchen in Schulmädchenkluft und ein Mann, der angebliche Schuldirektor - in einem Waschraum.
Vorspann.
Trautes Heim
Tina ist nach dem Verlust ihres Babys depressiv. Sie bekommt einen Weinkrampf, als sie versucht, ein Ei (!) zu schlagen, und sinkt auf den Küchenboden. Bette, gerade auf dem Weg zur Arbeit, hilft ihr auf und verspricht, dass sie darüber hinwegkommen würden. Später räumt Tina alle Babysachen weg und teilt Kit mit, dass sie nicht in der Stimmung ist, ihre neue Show zu besuchen. "Aber Bette wird bestimmt kommen."
Eines Morgens frönt Jenny mal wieder ihrer voyeuristischen Neigung und späht bei Tim von draußen durchs Fenster, als Trish, eine seiner Schwimmerinnen, das Haus verlässt. Jenny stammelt mit ihrer unheimlichsten Stimme eine wirre Ausrede. Ehrlich, sie wirkt so meschugge, als würde sie jeden Moment eine handliche Axt hervorzaubern und ein sinnloses Blutbad anrichten. Denkt an meine Worte. Es sind immer die egomanischen, manipulativen, pathologisch lügenden Hochdramatischen, die irgendwann ausrasten. Trish rettet sich, so schnell sie kann.
Dicke Luft in Marinas und Francescas Schlafzimmer, welches in Goldtönen erstrahlt, von wegen Käfig und so. Francesca hat schon wieder einen Job weit weg von L.A. angenommen, bei einem Film mit Drew Barrymore. "Im ganzen letzten Jahr warst du nur sechs Wochen hier!" beschwert sich Marina. Der geplante Sommerurlaub falle ebenfalls ins Wasser. "Möchtest du denn keine Zeit mit mir verbringen?" Francesca begibt sich auf die gemeinsame Bettstatt. "Sei jetzt mit mir zusammen! Komm schon." Sie erklärt, sie müsse den Job annehmen, um Marinas Lebensstandard und den Planet finanzieren zu können. "Hast du überhaupt eine Ahnung, wie viele Schulden du hast?" - "Eine Menge!" gibt Marina unmutig zurück.
Die Kostümbildnerin beginnt, Marina zu befummeln. Die ist nicht wirklich bei der Sache, doch Francesca macht unbeirrt weiter. "Und solange ich weg bin, kannst du deine kleine Geschichte mit Jenny wieder aufnehmen. Ich weiß, dass du mich jetzt nicht willst. Du willst Jenny." Tja, falls die nicht gerade ein bis drei Familien in West Hollywood auslöscht.
Vom Waschen und Legen
Shane verpasst Dana im Salon einen neue Frisur. Alice schaut zu und schwärmt von unkompliziertem Heterosex mit Andrew. Sie klingt allerdings eher so, als müsse sie sich selbst überzeugen. Dummerweise ist auch Alice' Regel ausgeblieben. Falls sie schwanger ist, wäre es noch von Lisa. Dana lästert: "Wow, der wär' die erste Lesbe, die das hingekriegt hat!" Sie und Shane erwärmen sich für die Idee, dass in dem Fall Bette und Tina das Baby adoptieren könnten, und die L-Clique wäre seine erweiterte Familie.
Der neue Look ist gelungen, die Freundinnen versichern Dana, sie sehe sexy aus. Vom Hals aufwärts jedenfalls, meint Alice (der offenbar bisher entgangen ist, dass ihr eigener Kleidungsstil ein klein wenig exzentrisch ist) mit kritischem Blick. "Ich geh' mit ihr zu Fred Siegel." Dana deutet auf das, was sie anhat: "Die sind von Fred Siegel!" Alice und Shane schauen einander tief betroffen an, als Shane am Telefon verlangt wird. Es ist Cherie, die sie treffen will.
Bette konferiert mit ihrem Chef und einem Anwalt: Ihr Gespräch mit Fae Buckley wurde nicht nur gefilmt, sondern auch sinnentstellend zusammengeschnitten, so dass sie scheinbar verkündet: "Ich bin pervers, nur Perverse würden solche Arbeiten ausstellen." Daraufhin ist sie wild entschlossen, Fae Buckley zu einer Live-Diskussion im Fernsehen herauszufordern, ungeachtet der Warnungen, Buckley sei ein Profi und würde meistens gewinnen. Ihr Team beginnt, die passende Show - und Fae Buckley - zu recherchieren.
Cherie holt Shane mit ihrem Cabrio von der Arbeit ab und küsst sie zur Begrüßung verspielt auf den Hals. Das Ziel ist eine Überraschung: Es sind die leerstehenden Räume eines ehemaligen Frisiersalons in einem Block, den ihr Mann, Steve, und Harry modernisieren wollen. Cherie hat sie überzeugt, in Shane zu investieren, so dass sie ihren eigenen Salon aufmachen kann.
Shane ist überwältigt ("Un-fucking-believable!") und träumt schon davon, wie sie den Salon einrichten wird: altmodisch und mit einem Billardtisch. Wo sie grad schon mal da sind, weihen sie die Räume gleich mit einer Nummer im Frisierstuhl ein. Cherie behält wie immer Strümpfe und High Heels an (kleiner Fetisch?) und erweist sich als sehr gelenkig. Weil aber Jenny in der Szene nicht vorkommt, findet das Liebesspiel offscreen statt.
Im Rahmen der Therapiegruppe erzählt Tina offen von ihrer Trauer um das verlorene Baby, das übrigens ein Junge geworden wäre. Bette wird gefragt, ob auch sie geweint habe. Sie reagiert defensiv und behauptet schließlich: "Ich brauche nicht zu weinen." Nach der Stunde hängt sie wie üblich sofort wieder am Handy. Währenddessen schlägt Oscar Tina vor, sich bei seiner Bürgerrechtsorganisation zu engagieren, um aus ihrem Tief herauszukommen. Bette findet die Idee gut.
Jenny hält sich selbst für die geeignete Person, Tim wegen seines Verhältnisses mit einer Schülerin ins Gewissen zu reden. Er reagiert entsprechend sauer.
Smells Like Sex With Candace
Bei Kits Show trifft Bette auf Yolanda aus ihrer Therapiegruppe, die ihre Begleiterin vorstellt: "Meine Ex, Candace Jewell." Die attraktive junge Frau scheint sehr von Bette eingenommen, die ihrerseits begehrliche Blicke auf Candace' wohlgeformten Körper wirft. Selbst Slim Daddy merkt sofort, was Sache ist, und macht wie üblich anzügliche Bemerkungen. Candace ist selbständige Schreinerin und arbeitet zur Zeit ganz in der Nähe des Museums. Beim Abschied lädt Bette sie ein, in der Mittagspause doch mal zu kommen. Vorbei. Vorbeizukommen.
Familien
Im Planet sitzen Shane und Alice mit Francesca zusammen, die sich darüber mokiert, dass Marina ihren Angestellten zur Hand geht. "Sie verhätschelt sie!" Marina bringt verträumt lächelnd die Getränke und einen Teller mit Croissants: "Das geht aufs Haus. Ich möchte heute in Paris sein." - "Und ich möchte irgendwann mal im Plus sein! Das geht auf mich, schreib's auf", gibt Francesca zurück. Die Spannungen zwischen den beiden bleiben natürlich niemandem verborgen.
Eine kurze Ablenkung ergibt sich mit Danas Ankunft, die für ihre Rundumerneuerung reichlich Komplimente bekommt - sogar von Alice: "Wenn ich nicht wüsste, dass du es bist, würde ich denken, es ist grad was Scharfes reingekommen!" Natürlich verplappert sich Dana bezüglich der möglichen Schwangerschaft.
Als Francesca sich begeistert über die Adoptionsidee äußert, gibt Marina einen sarkastischen Kommentar bezüglich ihrer Partnerin ab. Auf deren Nachfrage starrt sie nur trotzig vor sich hin, auch als Francesca sie auf die Schlange an der Theke aufmerksam macht. Shane und Alice ergreifen schleunigst die Flucht. Dorky Dana (TM Ivanova) ist wie immer etwas langsamer, doch ein freundliches "Kommst du nicht irgendwo zu spät?" von Francesca hilft ihr auf die Sprünge.
z u r ü c k | w e i t e r
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