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DykesVision / TV-Serien / Gute Zeiten, Schlechte Zeiten: Harumi & Saskia |
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von Irene KS Gute Lesben, Schlechte LesbenGZSZ I: Harumi & Saskia, Teil 1
![]() Es begab sich um die Folge achthundert-irgendwas, daß das Traumpaar Tom und Saskia den Bund fürs Leben schließen wollte. Dummerweise muß die Braut vor der kirchlichen Trauung dann aber mit anhören, wie sich der Bräutigam und ihre beste Freundin Milla ewige Liebe schwören. Dies führt später am Altar statt zu dem erwarteten "Ja" zu einer schallenden Ohrfeige für Tom. Die betrogene Braut läßt die Feier damit platzen und verbittet sich jeden weiteren Kontakt, es sei denn zum Zwecke der Scheidung (standesamtlich war man ja nun schon vermählt). Tom ist
verzweifelt, Milla entflieht voll Schuldgefühlen dem Soapkontinuum und
Saskia zieht sich in den Schmollwinkel zurück. Ihr Verlobter und ihre
beste Freundin ein heimliches Liebespaar, das kann sie fast nicht
verkraften. (So etwas war ja auch noch nie da!) ![]() 1. Akt: Ein Geschäftsessen und seine FolgenEinige Zeit später wird Tom dann von seiner Chefin Tina dazu verdonnert an einem wichtigen Geschäftsessen mit einer gewissen Harumi Shimizu teilzunehmen. Dabei soll er seinen unvergleichlichen Charme spielen lassen, um so die Geschäftsbeziehungen mit der durch die Dame vertretenen japanischen Firma möglichst rasch anzukurbeln. ![]() Da ja bekanntermaßen alle Japaner auf das Oktoberfest und so'n Zeug abfahren, entscheidet man sich peinlicherweise das Essen mitten in Berlin mit Bier und Hendl in bayerischem Ambiente abzuhalten, was, der in einem Schweizer Internat aufgewachsenen, Harumi jedoch nur ein müdes bis abfälliges asiatisches Lächeln entlocken kann. Auch Toms Charme zieht zu dessen eigner und allgemeiner Verwunderung ganz und gar nicht, weil Harumi viel zu sehr damit beschäftigt ist, mit Tina zu flirten (mit Anfassen!), welche als Oberhete aber natürlich überhaupt gar nix schnallt. ![]() Statt dessen legt sie Tom nach dem wenig erfolgreichen Essen nahe, es doch noch mal privat zu versuchen, bei Harumi zu punkten. Nun hechelt Tom der relativ gelangweilten Harumi solange hinterher, bis diese schließlich entnervt die Klamotten von sich wirft und den amtierenden Herzensbrecher auf die Couch zieht, damit endlich Ruhe ist. Darüber ist Tom dann auch, nach den ganzen Anlaufschwierigkeiten, doch nicht schlecht erstaunt. Man einigt sich nun zu Tinas Zufriedenheit sogar endlich auf den ersehnten Geschäftsvertrag, für dessen Ausarbeitung Harumi noch länger in Berlin verweilen wird. Damit steht einer "lockeren Affäre" von Tom und Harumi nichts mehr im Weg. 2. Akt: Alte FreundinnenAn dieser Stelle muß nun natürlich die arme sich grämende Saskia ins Spiel kommen: Wie es der Zufall so will, stellt sich bei einem widersehensfreudigen Treffen von Harumi und Saskia heraus, daß die beiden gemeinsam die Schulbank in dem oben erwähnten Schweizer Internat gedrückt haben, und damals TOTAL dicke Freundinnen waren. Saskia ist froh mit Harumi über alte Zeiten quatschen zu können und ihre momentanen Sorgen zu vergessen, während Harumi gleich ganz glänzende Augen kriegt, denn sie war ja schon immer ein bißchen in Saskia verliebt. |
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Man beschließt, solange Harumi in Berlin weilt, die alte Freundschaft neu aufleben zu lassen, und trifft sich immer mal wieder im Fasan, um gemeinsam die kleinen und großen Probleme des Arbeits- und Liebeslebens zu wälzen. Dabei kommt das Gespräch auch auf Saskias verunglückte Eheschließung, über die Harumi sie nur zu gerne hinwegtrösten würde. Allerdings ist sie überzeugt, daß die ohnehin vom Liebesschmerz geplagte Saskia außerdem noch 100% hetero ist und sie sich deswegen keine Hoffnungen machen darf. 3. Akt: Irrungen und WirrungenSoapgemäß dauert es zwar eine Weile, aber irgendwann bekommt Harumi bei den rein freundschaftlichen Treffen mit Saskia dann doch heraus, daß deren böser "Ehegatte" kein anderer als ihr Betthase Tom Lehmann ist. Erschrocken will Harumi nun mit Tomboy sofort Schluß machen, um ihre neue/alte Freundschaft mit Saskia nicht zu gefährden. ![]() Zu diesem Zweck outet sie sich vor diesem, erstens als gute und leicht verknallte Freundin von Saskia, und damit zweitens auch als lesbisch. Tom schaut nach dieser Offenbarung ziemlich ungläubig bis verständnislos aus der Wäsche. Als Harumi ihm daraufhin das Konzept der Frauenliebe näher erläutern will, versichert er aber, nicht von gestern zu sein und schon zu wissen, was lesbisch heißt. (Das will ich bei einem Mittzwanziger in den 90ern aber auch schwer hoffen. So provinziell kann Bottrop, wo Tom herstammt, gar nicht sein). Trotzdem hakt Tom verwundert nach, warum "Lesbe" Harumi, denn dann eigentlich mit ihm ins Bett gestiegen sei. Die Asiatin erklärt, daß sie Sex ganz allgemein gerne habe, sogar mit Männern, doch wahre Liebe könne sie nur für eine Frau empfinden. Als Tom noch einwendet, daß sie bei Saskia ja eh keine Chance habe, stimmt Harumi ihm traurig zu, will aber mit ihrer Trennung von Tom wenigstens die Frauenfreundschaft sichern. Dafür zeigt sich Tom nun auch TOTAL verständnisvoll, und man geht ab jetzt getrennte Wege Nun ist für Harumi auch vor Saskia der Moment der Wahrheit gekommen. Nein, nein, natürlich gibt sie nichts über ihre Gefühle für die Freundin Preis, aber wenigstens das Intermezzo mit Tom wird gebeichtet und für ad acta gelegt erklärt. |
4. Akt: Der Kuß![]() Doch alles läuft prima. Die beiden Frauen verstehen sich bestens und ihre Freundschaft wird immer enger. Als dann Saskia eines stressigen Tages ein bißchen depressiv wird und wieder einmal Trübsal wegen Tom und den "unmöglichen Männern" im allgemeinen bläst, kommt Harumi auf die Idee ihre Angebetete einmal nach allen Regeln der Kunst zu verfüh ... äh, verwöhnen. So wirft sie sich in einen Frack, bindet ihre Haare zu einem strengen Zopf nach hinten, verehrt Saskia ein sündig rotes Kleid und verspricht ihr, sie damit diesen Abend ganz Gentleman like auszuführen. Saskia findet die Idee rührend und witzig und läßt sich auf das Spiel ein. So wird sie von Harumi dann mit Rosen beschenkt und in ein edles Restaurant (sogar noch edler als der Fasan!) entführt, wo man sich bei Champagner und Tanz blendend amüsiert. Wieder zu Hause, wird das "Rollenspiel" vom Gentleman, der sein Date romantisch hofiert (Blumen, Champagner, Poesie, Musik, Tanz), dann schließlich in erheitertem Zustand solange fortgeführt, bis man vor lauter Albernheit am Boden liegt und Harumi sich nicht mehr beherrschen kann: Sie drückt Saskia einen heißen Kuß auf die Lippen. Diese schreckt (nicht gleich, aber gleich danach) TOTAL ernüchtert zurück und meint, man könnte es mit dem "Spielen" auch übertreiben, um damit beleidigt in ihr Zimmer abzurauschen. Harumi bleibt mit gebrochenem Herzen inmitten der Reste des romantischen Abends zurück.
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