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AffärenKritik von Miss ChiefYuppie-Ehepaar Prinz (kinderlos) befindet sich in einer Krise. Nora (Sophie von Kessel), vermutlich durchschnittlich intelligent, ist aus unerfindlichem Grund nicht berufstätig und gammelt frustriert in der teuer eingerichteten Loft-Behausung herum, während Thomas (Gedeon Burkhard) dynamisch damit beschäftigt ist, in seinem postmodernen Glaskasten von Arbeitsplatz die Karriereleiter zu erklimmen. Thomas hat die Schnauze gestrichen voll von seiner miesepetrigen Gattin, die er stets leidend auf dem Sofa herumlümmelnd antrifft, sobald er ins traute Heim zurückkehrt - so geht es nicht weiter. "Ganz spontan" engagiert der Herr Gemahl eine Psychologin, auf die er durch eine Kleinanzeige aufmerksam wurde (wahrscheinlich ein echtes Schnäppchen, macht man ja auch mal eben)... Die Psychotante soll sich also eine Woche lang im Haushalt der beiden Ehegebeutelten einnisten, um live und vor Ort des Geschehens die Diagnose stellen und therapieren zu können... (spätestens hier verlässt den Autor jegliche Logik.). Die Retterin der bürgerlichen Ehe erscheint zur Überraschung der Prinzens in Gestalt der jungen, attraktiven Charlotte Kirsch (ansehnlich: Daniela Lunkewitz). Thomas, eben durch und durch der potente Heteromacker, ist nicht uninteressiert an Frau Kirsch, die jedoch - Surprise! - lesbisch ist. Die anfangs nach wie vor ultrazickige Nora freundet sich dann doch recht schnell mit ihrer Therapeutin an (muß ja auch hopplahopp alles in einer Woche geschehen), und aus Gründen, die selbst dem geneigten Zuschauer nicht ersichtlich werden, verknallt sich die brave Hausfrau in Charlotte. Man kann diesem Film, der es immerhin zwei Wochen lang in deutschen Kinos aushielt, zwei Dinge zugute halten: Erstens war es ausnahmsweise mal nicht die gierige Lesbe, die auf der Jagd nach einem weiteren Toaster die brave Hausfrau umzupolen versuchte, sondern im Gegenteil stürzte sich die ausgehungerte Gattin des langweiligen Yuppies auf das lesbische Objekt der Begierde (verständlich!). Zweitens gibt es in der ansonsten völlig zur Langweilerposse missratenen "Beziehungskomödie" nur eine einzige gelungene Drehbuchzeile - der gehörnte und mittlerweile rausgeschmissene Ehemann steht heruntergekommen und bettelnd vor seiner Frau und stammelt verzweifelt "Wo hast du nur gesteckt?" und sie entgegnet - vermutlich weilt die neue Loverin gerade irgendwo sich räkelnd im Hintergrund: "Ich... äh, hatte alle Hände voll zu tun!" Ansonsten bietet der Film absolut nichts, was das Lesbenherz höher schlagen lassen könnte. Die Charaktere bleiben konturlos, insbesondere das Ende ist mal wieder ein Schlag ins Gesicht, und überhaupt fragt man sich, was das Ganze für einen Sinn oder Unterhaltungswert haben soll. Prädikat: ärgerlich! Diskutiert eure Lieblingsfilme im Forum. |
Infos(D 1996)Komödie,
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