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Kritik von Moira

8 Frauen

Eines vorweg: Dies ist kein Film mit einem lesbischen Plot. Dennoch ist 8 Frauen sehenswert, denn der Film enthält einige Szenen und Enthüllungen, die das lesbische Herz höher schlagen lassen…Zumindest vier der Damen sind ihren Geschlechtsgenossinnen nicht abgeneigt und Romy Schneider ist auch ein Objekt der Begierde. Wie und warum müsst Ihr schon selbst herausfinden!

Frankreich, Ende der 50er Jahre. Es ist kurz vor Weihnachten und die Großfamilie trifft sich in einem eingeschneiten Gutshaus auf dem Lande. Aber eine Tragödie spielt sich ab. Marcel, der Herr des Hauses, wird ermordet aufgefunden. Er liegt in seinem Schlafzimmer, ein Messer steckt in seinem Rücken. Anwesend sind zunächst 7, dann 8 Frauen, die ihm sehr nahe standen. Eine von ihnen ist also eindeutig die Täterin. Aber welche? Jede von ihnen ist auf ihre Weise schön, intelligent, sinnlich und vor allem gefährlich…

Pierette
  • Mamy (Danielle Darrieux), die Mutter der Hausherrin
  • Gaby (Catherine Deneuve), die attraktive Hausherrin
  • Suzon (Virginie Ledoyen), die älteste Tochter von Gaby
  • Catherine (Ludivine Sagnier), die jüngere Tochter
  • Augustine (Isabelle Huppert), Gabys giftige und leicht reizbare Schwester
  • Pierrette (Fanny Ardant), die vor Erotik sprühende Schwester des Opfers und Intimfeindin von Gaby
  • Mademoiselle Chanel (Firmine Richard), die herzensgute Haushälterin
  • Louise (Emmanuelle Béart), das neue und geheimnisvolle Hausmädchen
Intimfeindinnen

Jede von ihnen hätte ein Motiv…

Gegenseitig beschuldigen sich die 8 Frauen aufs übelste. Abgründe und Geheimnisse werden ans Licht befördert, und über allem steht die Frage: Wer war es? Jede der Frauen birgt ein Geheimnis, das tunlichst nicht entdeckt werden soll. Dies erschwert die Suche nach der Täterin immens und macht den Film spannend. Man hat schon viel zu lange gezögert, die Polizei zu verständigen. Aber das Telefonkabel ist durchschnitten worden. Das Auto springt nicht mehr an, über das Tor, das sich wegen des Schnees nicht mehr bewegen lässt, kann man auch nicht mehr das Grundstück verlassen. Man also ist von der Außenwelt abgeschnitten und eingesperrt mit einem Mörder – oder vielmehr: einer Mörderin.

Handgreiflich?

Hier trifft sich die Crème de la Crème der französischen Schauspielerinnen (und auch bei der Synchro hat man nicht mit Stars gegeizt: Von Katja Riemann bis Hannelore Elstner ist fast jede vertreten, die Rang und Namen hat). Jedoch spielen sich die Damen keineswegs gegenseitig an die Wand. Jede von ihnen glänzt mit ihrer jeweiligen Figur. Fanny Ardant hat eine sehr starke Präsenz, was neben ihrem Talent auch an ihrer Ausstrahlung liegt. Dieser skurrile Film mischt Genres miteinander. Er ist Krimi, Komödie, Musical und Drama in einem und überrascht durch Wendungen, die selbst Agatha Christie nicht besser hätte schreiben können.

Starkes Ensemble: Die 8 Frauen

"Hitchcock hätte seine Freude gehabt. 8 FRAUEN ist ein Krimi, Screwball-Comedy; Musical und Melodrama in einem."
DIE TAGESZEITUNG


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Plakat 8 Frauen
Infos
(8 Femmes,
F 2002)
R:
François Ozon
Vorlage:
Robert Thomas
D:
Catherine Deneuve,
Isabelle Huppert,
Emmanuelle Béart,
Fanny Ardant,
Virginie Ledoyen,
Danielle Darrieux

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