von Ivanova
Bad Girls: Nikki & Helen
No Signposts Anymore
1-2: Drug Wars
Fortan sucht Stewart auffällig oft Nikkis Nähe, auch wenn sie zunächst nur auf Ablehnung stößt. Zum Beispiel an dem Tag, an dem sie eine Drogenrazzia anordnet.
Anlass: ein anonymer Brief in einer Zeitung, in dem behauptet wurde, in den Gefängnissen würden gerade die drogenfreien Insassinnen anstatt der Junkies der demütigenden Untersuchung unterzogen, um die offizielle Drogenrate niedrig zu halten. Fenner findet das ganz in Ordnung. Helen dagegen ist wild entschlossen, diese Praxis zu beenden und nur noch verdächtige Individuen zu filzen. Dazu fordert sie ein externes Spezialteam an.
Shell schikaniert Rachel mal wieder bei der Essensausgabe, doch Nikki schreitet ein und verhilft ihr zu ihrem Recht. Anschließend versucht sie, Rachel etwas Vernunft einzutrichtern: Sie solle sich besser von Fenner fernhalten, zumal Dockley ausgerechnet wegen Eifersuchtsmord hier sei. Doch die junge Frau ist Fenners Märchen von der großen Liebe und dem Schutz, den er ihr zusichert, längst aufgesessen.
Als sie abends vom Duschen zurück kommt, nimmt Helen sie beiseite, um über Carol zu reden, die in ein anderes Gefängnis verlegt wurde. Die Entscheidung sei über ihren Kopf hinweg getroffen worden, sie habe nichts damit zu tun. "Und wenn Sie denken, dass man damit eine Klage vermeiden wollte, dann haben Sie absolut Recht." Nikki äußert sich verächtlich und wendet sich zum Gehen. Helen will wissen, ob sie immer noch nicht glaube, dass sie hier etwas Gutes bewirken könne. Nein. Und sie ja wohl auch nicht, der sinnlosen Drogenkampagne nach zu urteilen.
Helen erklärt leidenschaftlich, sie versuche nur, die Rechte der Nicht-Userinnen zu schützen. Dann kommt ihr ein unangenehmer Gedanke: "Sie wollen mir doch nicht sagen, dass Sie Drogen nehmen, oder?" - "Nein. Ihnen sage ich überhaupt nichts!" gibt Nikki zurück und lässt sie schon wieder stehen.
Shell hat inzwischen erfahren, dass das DST (Dedicated Search Team), welches die Razzien durchführt, Tipps entgegennimmt, und zwingt Rachel, Nikki in einem Brief des Drogenschmuggels zu bezichtigen.
Als Nikki später versucht, zur verabredeten Zeit ihre Freundin anzurufen, trifft sie zu ihrer Enttäuschung nur den Anrufbeantworter an.
Während sich am nächsten Morgen das DST fertig macht, dem Tipp in G-Flügel nachzugehen, führt Nikki die neue Mitgefangene Monica herum.
Etwas später läuft Helen Fenner über den Weg, der ihre Anti-Drogenaktion plötzlich doch nicht so übel findet, denn: Alles, was die Unruhestifterin Wade aufs Korn nimmt, sei ihm nur Recht. Helen ist bestürzt zu hören, dass das DST auf Nikki angesetzt wurde.
Die muss derweil eine entwürdigende Prozedur über sich ergehen lassen, inklusive Ausziehen und Vaginaluntersuchung. Und der Tatsache, dass Dominic vorbeikommt und sie anstarrt, bevor er beschämt den Kopf senkt (oh, das gibt Minuspunkte für unseren Lieblingswärter!). Sie versucht, auf ihre Art mit der Situation fertig zu werden: indem sie die Beamten mit Sticheleien ärgert. Das Team revanchiert sich damit, dass es ihre Zelle verwüstet.
Helen eilt zu Nikki, die auf dem Boden ihrer Zelle versucht, ihre Siebensachen zu retten. Nikki weiß ohne aufzuschauen, wer in der Tür steht, was ganz klar zeigt, dass sie füreinander bestimmt sind, aber noch will sie es nicht wahrhaben: "Gute Arbeit!" bemerkt sie bitter. Die Traktleiterin versichert, sie werde Beschwerde einreichen. Nikki glaubt, sie hätte das DST auf sie angesetzt. "Nein, das habe ich nicht!" - "Lügnerin!" Fix und fertig mit den Nerven, hat Nikki absolut keine Lust auf Helens hilflose Rechtfertigungsversuche und wirft sie hinaus. Während sie in Tränen ausbricht, verweilt Helen vor der Tür und überlegt, ob sie es noch mal versuchen soll, geht dann aber doch. Dabei wird sie von Shell Dockley beobachtet.
Rachel gesteht Fenner, dass sie gezwungen wurde, Nikki anzuschwärzen; er behauptet, sie habe der Chefin damit einen Gefallen getan, und er würde sich schon darum kümmern.
Nach ihrem Horror-Tag hat Nikki ausnahmsweise keinerlei Lust, Robin Hood für andere zu spielen, als Monica sie um Hilfe für ihre Zellengenossin Zandra bittet. Doch natürlich siegt ihr großes Herz, und sie kümmert sich um Junkie Zandra, die gerade von Shell und ihren auf der Suche nach Drogen einer Vaginaluntersuchung der schlimmsten Art unterzogen wurde.
Endlich dann ein Lichtblick für sie: Am Besuchstag wird sie tatsächlich von ihrer Freundin besucht. Nikki ist überglücklich, sie zu sehen. Trish hat mit dem Rauchen aufgehört und betont, wie fantastisch sie sich fühlt. Schön für sie. Nikki freut sich tapfer mit. Ihr eigener Alltag ist anscheinend nicht Gegenstand ihres Gesprächs.
Als Helen den Besuchsraum betritt und mit den Beamtinnen spricht, weist Nikki ihre Freundin auf "unsere neue Kommandantin" hin. Trish dreht sich um und meint anerkennend: "Du hast mir nicht gesagt, wie toll sie aussieht!" Nikki scheint nach wie vor nicht beeindruckt.
Nach einem weiteren Einsatz des DST - mitten im Besucherraum, wo Monicas geistig behinderter Sohn völlig verstört reagiert - muss Helen ihren Mitarbeitern gegenüber einräumen, dass die ganze Aktion ein einziges Desaster war. Sie will ihre Strategie überdenken...
Ja, tu das mal, Helen. - Was lässt sich Shell als nächstes einfallen, um Nikki eins auszwischen? Welches Buch wird Nikki lesen? Und wird Helen es schaffen, zu ihr durchzudringen? Fragen über Fragen. Fortsetzung folgt.
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