von Ivanova
Bad Girls: Nikki & Helen
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1-1: Them and Us
I: Staying Alive
Ein Abend im Frauenftrakt des Larkhall-Gefängnisses in London: Während viele der Insassinnen zur Musik von "Staying Alive" für ihren Auftritt bei einer Modenschau proben - Nikki Wade (Mandana Jones) schaut zu -, schreit eine andere Gefangene, Carol, in ihrer Zelle vor Schmerzen.

Nach der Generalprobe will Nikki nach Carol sehen, die offenbar eine gute Freundin ist.doch die Wärterin Sylvia Hollamby, die ihren Feierabend nicht erwarten kann, fängt sie auf der Treppe vor Carols Zelle ab und behauptet, alles sei in Ordnung. Sie verhindert auch, dass Nikki sich selbst davon überzeugen kann.
Auf dem Weg zu ihrer Zelle trifft Nikki (Rot steht ihr übrigens sehr gut) auf Shell Dockley, die ihr nachruft: "Na, kein gute-Nacht-Kuss heute?" - "Verrenk dir bloß nicht das Gehirn, Dockley!" gibt Nikki cool zurück.
Carol ruft nach Nikki - ohne Erfolg. Auch als sie Hollamby anfleht, einen Arzt zu holen, sie habe Schmerzen und blute, öffnet die nicht einmal die Tür. Zu verlockend sind die Fleischbällchen, die ihr Gatte heute zubereiten will.
Am nächsten Morgen macht sich Helen Stewart (Simone Lahbib), die neue Leiterin des Frauentrakts, gut gelaunt auf den Weg zu ihrer Arbeitsstelle. Sie ahnt nicht, dass man Carol kurze Zeit später bewusstlos in ihrem Blut finden wird, was sich schnell im ganzen Gefängnis herumspricht und für erhebliche Unruhe sorgt.
Helen befragt Hollamby, die aber - mit diskreter, doch wirkungsvoller Unterstützung von Jim Fenner - lügt, was das Zeug hält: Carol hätte am Vorabend nichts von Blutungen erzählt und sei sowieso als Simulantin bekannt.
II: Showdown
Darauf hin lässt Helen alle Gefangenen zusammenrufen - keine sehr weise Entscheidung, wie sich herausstellen wird. Sie verkündet, dass Carol eine Fehlgeburt erlitten habe, selbst aber außer Gefahr sei. Sie habe den Hergang gründlich untersucht und sei zu dem Schluss gekommen, dass es sich um "eine tragische Verkettung von Zufällen" (genau derselbe Ausdruck, den Fenner vorher ihr gegenüber benutzte) handle.

"Eine was?! Sie ist fast verblutet! Man sollte Sie alle rauswerfen!" ruft Nikki empört aus. Helen schreit tapfer gegen den Sturm der Entrüstung an, sie werde Maßnahmen ergreifen, dass sich so ein Unfall nie wiederhole. - "Was meinen Sie mit Unfall?! Das war kein Unfall!" insistiert Nikki d'Arc und stürmt die Treppe herunter auf Helen und die anderen Beamtin zu. Auch die beiden Julies bestätigen, sie hätten alle gehört, wie Carol nach einem Arzt verlangte. "Genau wie diese Kuh! Also, warum hat sie keinen Finger gerührt?" schäumt Nikki und zeigt auf Hollamby.Die Menge tobt, Fenner sorgt für Ruhe.

Und während Helen noch nach einer passenden Antwort sucht, fährt Nikki mit ihrer flammenden Rede fort: "Oh, lasst es mich für sie formulieren: Wir zählen nicht, denn selbst wenn wir verbluten, glaubt man uns nicht!" Stewart dreht sich langsam zu ihr um, dem bösen Blick nach zu urteilen stinksauer. doch unsere Lieblingsgefangene ist nicht zu bremsen: "Ohne unsere Hilfe können sie das Gefängnis nicht leiten." Und da sie keinen Respekt bekämen, würden sie ihr auch nicht helfen, vor ihren VIP-Gästen gut dazustehen: Sie lässt keine Zweifel daran, in welchem Körperteil Helen ihre "blöde Modenschau" entsorgen soll.

Helen sieht rot. Sie schließt die Distanz zwischen ihnen, fuchtelt mit ihrem Finger in Nikkis Gesicht herum und ruft: "Prima. Betrachten Sie sie als abgesetzt!" Und für Nikki ordnet sie zur Strafe Einzelhaft an. Hollamby lässt sie zum Bunker bringen und befiehlt der jungen Wärterin, ihr auch noch die Klamotten wegzunehmen.
Derweil versucht Fenner, Helen umzustimmen. Die erklärt, sie bleibe bei einmal getroffenen Entscheidungen. Und ob er sich ernsthaft einbilde, sie glaube den Mist, den er und Hollamby verzapft haben? Fenner wendet sich daraufhin an ihren Vorgesetzten, Gefängnisleiter Stubberfield, welcher Helen prompt zu sich zitiert. Er stellt klar, dass die Teilnahme an der Modenschau nicht zur Debatte stehe - zu wichtig ist sie für das Image von Larkhall. Selbst der Innenminister will erscheinen.
Kochend vor Wut verlässt sie sein Büro. Wie um Himmels willen kann sie die Veranstaltung wieder auf den Plan setzen, ohne ihr Gesicht zu verlieren? Ihren Frust reagiert sie erst mal an Sylvia ab, indem sie ihr aufträgt, eine äußerst verschmutzte Insassin gründlich zu untersuchen. ("I'm afraid it's gender-sensitive, Dominic.") Anschließend nimmt sie sich Fenner vor - was ihm einfalle, hinter ihrem Rücken zu Stubberfield zu gehen. Er erwidert, er habe ja versucht, mit ihr zu reden. Außerdem hätte sie immer noch nicht zugegeben, dass sie einen Fehler gemacht habe. (Womit er Recht hat.) Aber vielleicht könnten sie das alles ja mal bei einem Drink besprechen, setzt er gönnerhaft hinzu und geht. Helen knirscht mit den Zähnen: "Bastard!"
Am Abend sorgt Shell, die für die Essensverteilung zuständig ist, dafür, dass Nikki nichts bekommt, und reibt ihr auch gleich unter die Nase, dass der G-Flügel doch an der Modenschau teilnimmt (was sie von Fenner weiß), aber glücklicherweise lassen die beiden Julies ihr ein Fresspaket zukommen.
Es war kein schöner Arbeitstag für Helen Stewart, woran auch die Fussmassage ihres Freundes Sean wenig ändert. Sie regt an, dass sie sich so richtig betrinken sollten. Er hat mehr Lust auf Beischlaf, sie aber eher nicht.
III: Allianz
Ihr erster Weg am nächsten Morgen führt sie zu Nikki, die nur in eine Decke gehüllt in ihrer Einzelzelle kauert. "Warum ist sie nackt?!" ruft Helen empört aus (sie schreit wirklich viel in der ersten Staffel), schickt die Wärterin Klamotten holen und versichert Nikki, dass sie davon nichts gewusst habe. Und dass sie diese entwürdigende Praxis abschaffen wird. Nikki glaubt ihr nicht und ist sowieso eher unbeeindruckt.
Helen versucht sie davon zu überzeugen, mit ihr zum Wohle der Gefangenen zu kooperieren. Sie wolle hier vieles ändern. Nikki bleibt skeptisch: "Wie können Sie nachts ruhig schlafen, wenn Sie an ein System glauben, das schwangere Frauen einsperrt?!" - "Nun, da müssen Sie mir einfach vertrauen: Das tue ich nicht!" Entweder sie würden einen Schritt aufeinander zu machen, oder sie würden beide gegen die Altherren-Seilschaften verlieren.
Irgendwie scheint sie Nikki überzeugt zu haben, denn zu Fenners Ärger bringt Helen sie zu den anderen Frauen zurück, zusammen mit Carol, die aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Und während sich Helen diskret in den Hintergrund zurückzieht, verkündet Nikki, dass sie persönlich Miss Stewart garantiert hätte, wenn sie die Teilnahme an der Modenschau wieder erlaube, würden alle ihr Bestes geben. Die Frauen jubeln, und Helens Würde bleibt intakt.
Die Veranstaltung wird ein voller Erfolg (warum, ist allerdings nicht so ganz klar). Doch als Helen sich anschließend bei Nikki dafür bedanken will, dass sie ihr aus der Klemme geholfen hat, antwortet diese abweisend: "Denken Sie nicht, ich hätte irgendwas für Sie getan, Miss" und lässt sie stehen.
Screen grabs courtesy of SimoneLahbib.net